zuletzt aktualisiert vor

Zum Kichern: Allerliebste Monstertiere

Von Verena Hoenig

Meine Nachrichten

Um das Thema Politik Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

vhoe Osnabrück. Bücher von Eva Ibbotson sind immer etwas Besonderes: Man kann über sie staunen, weil sie skurril, frech und voller Leidenschaft für das Gute sind. In „Das Ungeheuer, das nicht Mami sagen konnte“ erzählt Ibbotson fünf Geschichten von äußerst liebenswürdigen und ungewöhnlichen Monstern. Der Brollachan zum Beispiel ist ein großer, wabbeliger Haufen ohne eigene Gestalt, der die Form der Dinge annehmen kann, die ihm begegnen. Egal, ob es sich um einen Schweizer Käse handelt oder einen Tisch. Ein lieber Kerl ist der Brollachan, nur leider mit einer ständig nörgelnden und schimpfenden Mutter gestraft, die Unmögliches von ihm verlangt. Das wird nicht gut ausgehen – für seine Erzeugerin wohlgemerkt. Viele werden auf diesen Seiten verschlungen, und zwar ausnahmslos die Eitlen, Angeber und Gemeinen. Wie die hochnäsige Prinzessin, die im Maul des Lindwurms verschwindet, weil sie sich auf seinen freundlichen Morgengruß hin einfach nur die Nase zugehalten und „Puhhh!“ gesagt hat. Ein großer Vorlesespaß mit erheiternden, auf den Punkt gebrachten Zeichnungen von Sabine Büchner. Für die begeisterte Aufnahme der Ibbotson-Bücher beim deutschsprachigen Publikum sind nicht zuletzt die Übersetzungen Sabine Ludwigs verantwortlich, selbst eine wunderbare Kinderbuchschriftstellerin. Kaum zu glauben, dass der vorgestellte Band erst in diesem Frühjahr, 27 Jahre nach dem englischen Original, auf Deutsch erscheint.

Eva Ibbotson: „Das Ungeheuer, das nicht Mami sagen konnte“. Aus dem Englischen von Sabine Ludwig, Dressler Verlag, 93 S., 9,95 Euro (ab 6 Jahren), auch als Hörbuch.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN