RKI-Zahlen im Überblick Impftempo zieht an: So entwickeln sich Erstimpfungen und Booster

In Frankfurt warten Impflinge auf den schützenden Piks.In Frankfurt warten Impflinge auf den schützenden Piks.
AFP/YANN SCHREIBER

Berlin. Immer mehr Zutrittsverbote für Ungeimpfte und eine neue Corona-Variante: Wie entwickelt sich das Impftempo in dieser Pandemiephase?

"Bis Weihnachten sollen bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen möglich gemacht werden", versprechen Bund und Länder nach ihrer Sitzung am Dienstag. Mit wochenlangen Wartezeiten auf einen Impftermin und ewig langen Schlangen vor Impfstellen soll nach Möglichkeit Schluss sein. In den vergangenen zwei Wochen ließen sich deutlich mehr Menschen pro Tag impfen als in den Wochen zuvor.

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Beginn einer Erstimpfungswelle? Auch Boostershots häufen sich

Wie aus dem Impfmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, nahmen in der vergangenen Woche insbesondere die Erstimpfungen zu. So ließen sich an drei Tagen mehr als 100.000 Menschen den ersten Piks geben – so viele waren es binnen 24 Stunden zuletzt im September.

Tägliche Auffrischimpfungen gab es seit September in meist fünfstelliger Höhe und seit November fast durchgehend im sechsstelligen Bereich. In der vergangenen Woche wurden täglich rund eine halbe Million Booster-Impfungen gegeben.

Knapp 80 Prozent der Erwachsenen in Deutschland geimpft

In Deutschland sind mittlerweile knapp 55 Millionen Erwachsene vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht einer Impfquote von 79,1 Prozent der Bevölkerung ab 18 Jahre. Bei den 12- bis 17-Jährigen beträgt die Quote der vollständig Geimpften nach RKI-Angaben 46,1 Prozent.

 

"Von diesen 55 Mio. hat mehr als jeder Sechste (9,66 Mio.) den empfohlenen Booster bereits erhalten", twitterte der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag. 

Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet sind demnach nun 68,5 Prozent vollständig geimpft, insgesamt haben 71,3 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten. Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden, heißt es auf der Impfübersicht des RKI.

 

Am Montag mehr als eine halbe Million Impfungen

Am Montag, 29. November, wurden den Angaben zufolge 532.000 Impfdosen verabreicht:

  • 72.000 Erstimpfungen
  • 38.000 Zweitimpfungen
  • 422.000 Booster-Impfungen

Erhebliche regionale Unterschiede: Bremen führt beim Impfen

Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 83,0 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 80,2 Prozent der Bevölkerung sind dort vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht, hier sind 60,6 Prozent erst- und 58,1 Prozent vollständig geimpft.

 

Der Norden ist im Schnitt weiter als der Süden: In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei von drei Bewohnern vollständig geimpft (66,9 Prozent). In Niedersachsen sind es 70,3 Prozent, in Schleswig-Holstein 72,7 Prozent sowie drei Viertel aller Hamburger (74,4 Prozent).


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