Bartsch fordert Schutz der Verbraucher Kritik an Ampel-Parteien: Abzocke bei Strom, Gas und Sprit geht weiter

Inflationstreiber Energie: Unter anderem die steigenden Treibstoffpreise tragen dazu bei, dass die Preissteigerungsraten deutlich angezogen haben. Die Linksfraktion im Bundestag fordert eine Entlastung der Verbraucher.Inflationstreiber Energie: Unter anderem die steigenden Treibstoffpreise tragen dazu bei, dass die Preissteigerungsraten deutlich angezogen haben. Die Linksfraktion im Bundestag fordert eine Entlastung der Verbraucher.
Arno Burgi/dpa

Osnabrück. 4,5 Prozent Inflation, vor allem die Energiepreise ziehen an: Vor diesem Hintergrund mahnt die Opposition, die kommende Ampel-Koalition müsse die Verbraucher schützen. Da geschehe zu wenig.

 Angesichts deutlich gestiegener Inflationsraten appelliert die Linksfraktion im Bundestag dringend an die kommende Ampel-Koalition, einen Plan zur Entlastung der Verbraucher vorzulegen. Fraktionschef Dietmar Bartsch kritisierte gegenüber unserer Redaktion: „Der Koalitionsvertrag schützt die Bürger nicht vor dem Inflationstreiber Nr. 1, den galoppierenden Energiepreisen. Hier haben die Koalitionäre wenig zu bieten.“

dpa

Bartsch betonte, die EEG-Umlage zur Förderung der Erneuerbaren Energien solle erst 2023 beendet werden. „Das ist spät und gleicht die Explosion bei den Energiepreisen nicht aus.“ Die Ampel halte außerdem am steigenden CO2-Preis fest. Der soziale Ausgleich sei aber weiter nicht ausbuchstabiert, der einmalige Heizkostenzuschuss nicht einmal beziffert. „Fazit: Die Abzocke bei Strom, Gas und Sprit geht weiter. Die erste Amtshandlung des neuen Finanzministers muss lauten, noch im Dezember einen Plan gegen den 'Teuer-Winter' vorzulegen."

Höchste Inflationsrate seit 28 Jahren

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind zuletzt deutlich gestiegen. Im Oktober erhöhten sie sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent. Es war die höchste Inflationsrate seit 28 Jahren. Erneut erwiesen sich die Energiekosten als größte Preistreiber. Vor allem die Preise für Energieprodukte lagen mit plus 18,6 Prozent deutlich über der Gesamtteuerung, so das Statistische Bundesamt.

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