Zentralrat der Muslime Mazyek nennt Erlaubnis für Muezzin-Ruf in Köln "Ausdruck des Respektes"

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland,Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland,
Sebastian Kahnert

Osnabrück. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hält es für einen Ausdruck von Respekt, dass in Köln künftig Muezzine zum Freitagsgebet rufen dürfen.

Unserer Redaktion gegenüber erklärte Mazyek, der Azzan, also der Muezzin-Ruf, sei integraler Bestandteil des muslimischen Gebets und eine Selbstverständlichkeit in vielen Ländern Europas und den USA. So wie es in vielen muslimischen Ländern Glockengeläut gebe werde der muslimische Ruf zum Gebet als "Ausdruck des Respektes für unsere im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit in der Rheinischen Metropole praktiziert. Köln sendet damit ein Zeichen der Tolerenz und der Vielfalt in die Welt." Dieser Teil des Glaubens dürfe kein Bestandteil politischer Debatten sein, so Mazyek. "Sonst spielt man mit einer islamfeindlichen Klaviatur den Extremisten in die Hände."

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