Rainer Dulger im Gespräch "Wie geht es weiter nach Corona?" - Arbeitgeber fordern Strategie

Die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder fit machen - dazu braucht es nach Auffassung von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger eine langfristige Strategie.Die Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder fit machen - dazu braucht es nach Auffassung von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger eine langfristige Strategie.
picture alliance / Christian Charisius/dpa

Osnabrück. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger drängt auf eine Offensive zur Entfesselung der Wirtschaft nach der Corona-Krise.

Dulger forderte im Gespräch mit unserer Redaktion eine langfristige Strategie der Politik, anstatt weiter kurzfristig auf Sicht zu fahren. „Die gemeinsame Frage, die es jetzt zu beantworten gilt, ist doch: Wie geht es nach Corona weiter?“

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Alex Kraus
Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger

Die Herausforderungen sind nach den Worten von Dulger ähnlich groß wie nach der deutschen Wiedervereinigung. „Aber es wäre total falsch, wenn die Regierung nach Corona die Sozialabgaben oder gar die Steuern erhöht. Stattdessen müssen wir alles dafür tun, dass die Wirtschaft wieder brummt. Nur dann füllen sich die Sozialkassen wieder.“ Der Arbeitgeberpräsident verlangte, die Lohnnebenkosten bei 40 Prozent der Löhne und Gehälter zu begrenzen, und zwar in einem nicht änderbaren Gesetz. „Es muss sichergestellt werden, dass die Grenze in den kommenden Jahren nicht wieder verrückt werden kann.“

Dulger forderte zudem dringend mehr Flexibilität in der Arbeitswelt. „Wir müssen weg von einer starren Stechuhr-Mentalität, weg von starren Arbeitszeitgesetzen, die aus der Zeit von Telefax und Telefonwählscheibe stammen. Die Menschen wollen heute flexibel arbeiten. Die Arbeit sollte sich jeder selbst einteilen können, so gut das geht und in Absprache mit seinem Arbeitgeber.“


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