"20 Tage sind schnell weg“ DGB fordert weitere Verbesserungen beim Kinderkrankengeld

Doppelbelastung wegen pandemiebedingter Schul- und Kitaschließungen:  Der DGB fordert mehr Unterstützung für Eltern, die nicht zugleich arbeiten und Kinder betreuen könnten.Doppelbelastung wegen pandemiebedingter Schul- und Kitaschließungen: Der DGB fordert mehr Unterstützung für Eltern, die nicht zugleich arbeiten und Kinder betreuen könnten.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Osnabrück. "20 Tage sind schnell weg." Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auf weitere Verbesserungen beim Kinderkrankengeld.

DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte unserer Redaktion: „Nach wie vor fehlen Lösungen, wie Eltern bei länger andauernden Schul- und Kitaschließungen abgesichert werden.“ Die Neuregelung der Bundesregierung orientiere sich nicht an der Dauer der Pandemie. 

Weiterlesen: Das Interview im Wortlaut

Peter Endig/dpa


„20 oder 40 Tage klingt erstmal nach viel“, so Hoffmann mit Blick auf die verbesserten Ansprüche von Eltern und Alleinerziehenden im laufenden Jahr, „aber bei sechs Wochen oder mehr ohne Betreuungsangebote sind die schnell weg“. Und wenn die Kinder dann im Verlauf des Jahres noch einmal krank würden, fehlten die Tage.

Nach dem von Bundestag und Bundesrat verabschiedeten neuen Gesetzkönnen gesetzlich versicherte Familien in diesem Jahr 20 statt zehn Tage Kinderkrankengeld pro Kind und Elternteil beantragen. Der Anspruch besteht auch dann, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt ist.

Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Tage pro Kind und Elternteil. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten. Die neue Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar gelten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN