Europäische Hilfe in Corona-Zeiten Deutschland hilft schwer kranken Menschen aus Italien und Frankreich

Von dpa

Einige schwer kranke Patienten werden in Corona-Zeiten nach Deutschland gebracht, um hier behandelt zu werden. Foto: dpaKevin Schrief/LuftwaffeEinige schwer kranke Patienten werden in Corona-Zeiten nach Deutschland gebracht, um hier behandelt zu werden. Foto: dpaKevin Schrief/Luftwaffe
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Berlin. Derzeit fliegen weniger Flugzeuge als sonst über Europa. Denn wegen des Coronavirus sollen Menschen möglichst nicht mehr reisen. Am Wochenende konnte man aber ein besonderes Flugzeug am Himmel entdecken: ein fliegendes Krankenhaus.

Wir helfen Euch! Diese Nachricht hat Deutschland an die europäischen Länder Italien und Frankreich gesendet. Denn dort ist es für die Ärzte zum Teil schwierig, alle Corona-Patienten zu versorgen. In manchen Krankenhäusern fehlen genügend Betten und Geräte. Eine Lösung dafür: Einige schwer kranke Patientinnen und Patienten werden nach Deutschland gebracht, um hier behandelt zu werden.

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Einblick ins fliegende Krankenhaus

Beim Transport hilft auch die Bundeswehr. Sie besitzt das Spezial-Flugzeug Airbus A310 MedEvac. Es ist wie ein fliegendes Krankenhaus aufgebaut. Darin befinden sich Krankenbetten und viel Ausrüstung. Das sind etwa Maschinen, die beim Atmen helfen. Wenn nötig, können die Kranken sogar behandelt werden, während das Flugzeug in der Luft ist.

Blick in den Airbus A310 MedEvac. Foto: dpa/Kevin Schrief/Luftwaffe

Am Samstag flog dieses Flugzeug nach Italien und brachte sechs Menschen zu uns. Die deutsche Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte dazu: "In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen."  

"Zusammenhalt rettet Leben"

Am Flughafen in der Stadt Köln erwarteten mehrere Krankenwagen das Flugzeug. Helfer nahmen die Kranken in Empfang. Sie trugen Schutzanzüge und Masken, um sich nicht selbst mit dem Coronavirus anzustecken. Dann brachten sie die Patienten in Krankenhäuser.

Insgesamt hat Deutschland schon mehr als 70 kranke Menschen aus Italien aufgenommen. Aus unserem Nachbarland Frankreich kamen schon mindestens 30 Menschen. Diese wurden oft direkt mit dem Krankenwagen über die Grenze gefahren. Andere wurden mit dem Helikopter in deutsche Krankenhäuser gebracht. Der französische Präsident schrieb: "Vielen Dank an unsere europäischen Nachbarn." Dieser Zusammenhalt rette Leben.


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