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Sonderparteitag im April Kramp-Karrenbauer: Bewerber für Vorsitz erklären sich noch diese Woche

Von dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer zieht sich von der Parteispitze zurück. Foto: AFP/Odd ANDERSENAnnegret Kramp-Karrenbauer zieht sich von der Parteispitze zurück. Foto: AFP/Odd ANDERSEN
AFP/Odd ANDERSEN

Berlin. Eklat in Thüringen, Rückzug der Parteivorsitzenden, schlechtes Wahlergebnis in Hamburg. Die CDU steckt in der Krise. Auf einem Sonderparteitag soll die Richtung der Partei neu bestimmt werden. Jetzt steht der Termin für den Sonderparteitag fest.

Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sieht in der am 25. April anstehenden Entscheidung über einen neuen Parteivorsitzenden auch ein wichtiges Signal für die künftige Kanzlerkandidatur der CDU. Das sagte Kramp-Karrenbauer am Montag nach Beratungen der CDU-Führungsspitze in Berlin. Sie habe in den vergangenen Wochen mit den möglichen Kandidaten und auch mit CSU-Chef Markus Söder entsprechend Gespräche geführt.

Mögliche Bewerber würden noch in der laufenden Woche erklären, ob sie kandidieren wollten, sagte Kramp-Karrenbauer. Sie gehe davon aus, dass es auch bei den möglichen Kandidaten NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Interesse an einer Bewerbung gebe. Als einziger hat bisher der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur angekündigt.

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Vorsitzender wird auch Kanzlerkandidat der CDU

Mit der Entscheidung auf dem Parteitag werde die Frage geklärt, wer der Kanzlerkandidat der CDU sei. Wie man zu einem gemeinsamen Kanzlerkandidaten der Union gemeinsam mit der CSU kommen werde, müsse dann ihr Nachfolger als Parteichef klären müssen. Diese Wahl in acht Wochen sei mehr als nur die Wahl eines Bundesvorsitzenden, sondern ein ganz klares "Präjudiz" für die Kanzlerkandidatur.

Nötig sei für eine Kandidatur mindestens eine Nominierung durch einen Kreisverband oder ein ähnliches Gremium, sagte Kramp-Karrenbauer. Bei ihren Gespräche habe es Einvernehmen gegeben, dass sich auch die möglicherweise Unterlegenen erkennbar und sichtbar in die Parteiarbeit einbinden würden. Damit sei die Grundlage dafür gelegt, dass selbst nach einer strittigen Entscheidung deutlich sei, dass die CDU nur bei breiter Aufstellung stark und zukunftsfähig sei.

Hausgemachte Führungskrise

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erwartet eine schnelle Lösung der Führungskrise. "Wir werden relativ rasch nach meiner Überzeugung die Dinge klären", sagte er bei einem Eintreffen an der Parteizentrale in Berlin. Auf die Frage, ob er an eine Teamlösung glaube, sagte Bouffier: "Ich glaube an den lieben Gott. Und ansonsten müssen wir sehen, dass wir Ordnung kriegen." Er ergänzte: "Ich gehe davon aus, dass wir heute Entscheidungen treffen."

Erneut erteilte Bouffier einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei in Thüringen eine klare Absage. "Es bleibt dabei, wir haben mit der AfD nichts zu tun. Mit denen machen wir auch nichts. Aber daraus folgt ja nicht automatisch, dass wir dann mit den Linken etwas machen", sagte er. Am besten für Thüringen sei einen rasche Neuwahl.


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