Neuer Ostbeauftragter Wanderwitz: Linke trägt Mitschuld am Erstarken der AfD

Von afp

Marco Wanderwitz (CDU) sieht die Verantwortung für den Aufstieg der AfD auch bei der Linken. Foto: dpa/Britta PedersenMarco Wanderwitz (CDU) sieht die Verantwortung für den Aufstieg der AfD auch bei der Linken. Foto: dpa/Britta Pedersen

Berlin. Der neue Ostbeauftragte Marco Wanderwitz sieht die Verantwortung für den Aufstieg der AfD in Deutschland nicht nur bei seiner Partei, sondern auch bei den Linken: "Alle Protestwähler sind bei der AfD angekommen", sagt er.

Der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), hat der Linkspartei eine Mitschuld am Aufstieg der AfD gegeben. "Ein Stück weit profitiert die AfD von dem, was die Linkspartei 30 Jahre lang formuliert hat, dass nämlich alles schlecht sei", sagte er am Montag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das kann sie jetzt ernten, alle Protestwähler sind bei der AfD angekommen, das Feld haben vorher andere bestellt."

Er stelle die Linke nicht auf eine Stufe mit der AfD, sagte Wanderwitz zugleich. "Die größte Gefahr ist der Rechtsradikalismus." Das bedeute aber "natürlich nicht, dass wir nach links keine Grenzen kennen". Außerdem gebe es in der Linken immer noch Leute, die in der DDR Unrecht begangen hätten.

Wanderwitz: PDS-Linke hat gesät, was AfD heute erntet

Die Linke gehe in Ostdeutschland überall in den Keller, sagte der CDU-Politiker weiter. In Sachsen sei sie laut einer neuen Umfrage hinter den Grünen einstellig. Der Erfolg der Partei in Thüringen sei einzig und allein das Verdienst des bisherigen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, der alles andere "als ein sozialistischer Einpeitscher" sei.

Wanderwitz' im Zuge der Thüringen-Affäre abgelöster Vorgänger Christian Hirte (CDU) hatte sich zum Verhältnis von Linken und AfD ähnlich geäußert. "Man könnte sagen, dass die PDS-Linke gesellschaftlich gesät hat, was heute die AfD erntet", hatte er im August 2019 gesagt.

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