Schlagabtausch mit SPD-Politiker Kahrs Wirbel um Hand-vor-dem-Hals-Geste im Bundestag: Empörung über AfD

Von dpa, cch

Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag. Foto: imago images/Metodi PopowBeatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag. Foto: imago images/Metodi Popow
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Berlin. Wütende Gesten im Bundestag: Bei einem Schlagabtausch zwischen SPD und AfD wird mehrfach die Hand-vor-dem-Hals-Geste gezeigt. Wie ist das zu interpretieren? Nun äußert sich die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Beatrix von Storch.

Die Hand-vor-dem-Hals-Geste ist doppeldeutig. Man kann damit anzeigen: "Mir steht es bis hier" oder "Ich will Dich einen Kopf kürzer machen". Im Bundestag kam es am Mittwoch während einer Debatte über den Haushalt zum Streit. 

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Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs kritisierte in seiner Rede das Vokabular der AfD in der Debatte: "Die Krematoriumsasche liegt über diesem Haushalt", sei gesagt worden. "Was ist denn das für ein Vokabular? Schämen Sie sich denn überhaupt nicht?" In Richtung AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sagte er zuvor: "Rechtsextreme wie Sie, die stehen mir bis hier, Frau Weidel, nur dass Sie es einmal gehört haben". Dabei hielt er sich die Hand vor den Hals. 

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Beatrix von Storch, wertete das nach eigenen Angaben als "Kopf-ab-Geste" und beschwerte sich – indem sie die Geste imitierte – lautstark darüber bei Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), die die Sitzung leitete. 

Bei Twitter schrieb von Storch anschließend, sie habe Roth durch das Zeigen der Geste mehrfach "aufgefordert, einen Ordnungsruf zu erteilen". Diese habe Kahrs die Beleidigung aber durchgehen lassen. "Das ist der Skandal."


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