Ausländer verdienen weniger Lohnkluft zwischen Deutschen und Ausländern seit 2010 vervierfacht

Ausländische Arbeitnehmer verdienten 2018 im Schnitt 873 Euro weniger als Vollzeitbeschäftigte mit deutschem Pass.
Foto: Friso Gentsch / dpaAusländische Arbeitnehmer verdienten 2018 im Schnitt 873 Euro weniger als Vollzeitbeschäftigte mit deutschem Pass. Foto: Friso Gentsch / dpa
Friso Gentsch

Berlin. Die Kluft beim durchschnittlichen Verdienst von deutschen und ausländischen Beschäftigten hat sich binnen acht Jahren mehr als vervierfacht. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor, die unserer Redaktion vorliegt.

Im Jahr 2010 verdienten einheimische Arbeitnehmer demnach im Schnitt monatlich 2.388 Euro und ausländische Arbeitnehmer 2.190 Euro, das waren 198 Euro weniger. 2018 verdienten deutsche Vollzeitbeschäftigte 3.408 Euro und Vollzeitbeschäftigte ohne deutschen Pass 2.530 Euro. Die Differenz wuchs somit auf 873 Euro an. 

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, ist der durchschnittliche Verdienst ausländische Arbeitnehmer hierzulande 2016 gegenüber 2012 sogar um 44 Euro geschrumpft, während einheimische Arbeitskräfte in der Spanne beim Gehalt um knapp 300 Euro zulegten.

„Angesichts der wachsenden Lohnlücke zwischen Deutschen und Ausländern drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Zuwanderungspolitik der Bundesregierung nicht der Fachkräftemangel bekämpft werden soll, sondern das Gehaltsniveau", sagte der AfD-Abgeordnete René Springer der NOZ. "Qualifizierte Zuwanderung ist richtig. Lohndumping nicht. Alles andere schürt Ressentiments und spaltet die Gesellschaft.“


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