Nach Merz-Äußerung Daniel Günther verteidigt Merkel gegen Kritik von "älteren Männern"

Von afp

Daniel Günther (CDU, rechts) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Foto: Markus Scholz/dpaDaniel Günther (CDU, rechts) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen Kritik aus den eigenen Reihen verteidigt. Foto: Markus Scholz/dpa

Mainz. CDU-Politiker Daniel Günther springt der Bundeskanzlerin zur Seite und verteidigt sie im ZDF gegen Kritik von "älteren Männern". Er reagierte damit auf die scharfe Kritik von Friedrich Merz, der einen Tag zuvor die Ablösung der Kanzlerin forderte.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Kritik von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz an Bundeskanzlerin Angela Merkel zurückgewiesen. Die Forderung nach einem vorzeitigen Ende von Merkels Amtszeit bezeichnete er im ZDF-"heute journal" am Dienstag als "Debatte, die von älteren Männern geführt wird, die vielleicht nicht ihre Karriereziele in ihrem Leben erreicht haben". Aber dies sei eine Sache, "die sollten sie mit sich persönlich ausmachen, und das sollten sie jetzt nicht in die CDU reintragen".

Scharfe Kritik von Friedrich Merz

Nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Thüringen hatte Merz am Montag im ZDF für eine vorzeitige Ablösung Merkels plädiert. "Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass diese Art des Regierens in Deutschland noch zwei Jahre dauert bis zum Ende dieser Wahlperiode", sagte er. Auch andere aktuelle und frühere Funktionäre der Partei griffen Merkel an. 

Lesen Sie dazu den Kommentar: Späte Revanche - Merz rechnet ab mit Merkel

CDU mit Wahldebakel 2019

Günther räumte im "heute journal" zwar ein, dass die Bundesregierung kein gutes Bild abgegeben habe. "Ohne Zweifel ist Thüringen ohne den Bund nicht denkbar", sagte er. Die "Performance in Berlin" habe zu dem schlechten Wahlergebnis beigetragen. Umso wichtiger sei es, die Personaldebatte in der Union nun zu beenden. Er habe "ein bisschen ein Deja-Vu", sagte Günther. Die Situation erinnere ihn an die SPD, die in den Umfragen abgerutscht sei, "genauso, indem sie sich mit sich selbst beschäftigt, indem sie Erfolge aus der Vergangenheit klein, teilweise schlecht redet".


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