Einsatz gegen Al-Bagdadi Trump twittert Foto – der Hund, der den IS-Chef jagte

Die US-Army trainiert unter anderem in Kalifornien (Foto) mit Militärhunden für Einsätze im Kriegsgebiet. Symbolbild: imago images/ZUMA Press/U.S.Die US-Army trainiert unter anderem in Kalifornien (Foto) mit Militärhunden für Einsätze im Kriegsgebiet. Symbolbild: imago images/ZUMA Press/U.S.

Washington. Ein Hund des amerikanischen Militärs ist auf dem besten Weg, in den USA ein Held im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu werden.

Die US-Regierung veröffentlichte ein Foto des Hundes, der den Chef der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, bei einem Militäreinsatz in Syrien bis zu dessen Tod verfolgte. Der Hund habe bei dem Einsatz gegen Al-Bagdadi so einen "großartigen Job" gemacht, erklärte US-Präsident Donald Trump am Montag über Twitter. Der Name des Tieres werde aber weiterhin geheimgehalten, schrieb er weiter. Auch die Hunderasse wurde nicht bekanntgegeben.

Das vom Präsidenten veröffentlichte Foto zeigt den heldenhaften Hund mit hängender Zunge und in khakifarbenem Geschirr.

Hund beim Einsturz des Tunnels verletzt

Der Hund war nach Trumps Angaben bei dem Einsatz vom Wochenende verletzt worden, als er Al-Bagdadi verfolgte und sich jener selbst in die Luft sprengte. US-Soldaten bargen den verletzten Hund aus dem eingestürzten Fluchttunnel. Nun wird er von Präsident Trump sowie der Spitze der US-Streitkräfte mit Lob überschüttet. 

US-Generalstabchef Mark Milley sagte, der Hund habe einen "enormen Dienst" geleistet. Der Hund wurde bei dem Einsatz in der Nacht zum Sonntag laut Milley nur leicht verletzt. Das Tier befinde sich auf dem Weg zur vollständigen Genesung und sei auch schon wieder an der Seite des für ihn zuständigen Militärs im Dienst, sagte der oberste US-General bei einer Pressekonferenz im Pentagon.

Armee-Hund weiter im Einsatz

Der Name des Tiers wurde aber nicht bekanntgegeben: "Wir schützen die Identität des Hundes", sagte Milley. Er begründete dies damit, dass sich der Hund weiter im Einsatzgebiet befinde. Es handelt sich bei ihm um einen Belgischen Schäferhund, wie zwei Regierungsmitarbeiter dem Sender NBC News sagten. Diese Rasse wird von den Spezialkräften der US-Armee häufig eingesetzt.

Trump hatte am Sonntag verkündet, dass Al-Bagdadi bei einem Einsatz von US-Spezialkräften in Nordwest-Syrien von Hunden verfolgt in einen Tunnel unter seinem Gehöft geflüchtet sei und dort eine Sprengstoffweste gezündet habe. Er und drei Kinder seien infolge der Explosion ums Leben gekommen. Trump pries das Tier bereits am Sonntag als "schön" und "talentiert".

Al-Bagdadi wurde anhand seiner Unterwäsche enttarnt 

Der bei einem US-Einsatz getötete IS-Anführer war nach kurdischen Angaben zuvor anhand von DNA an seiner Unterwäsche identifiziert worden. Ein Geheimagent der kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) habe die Unterwäsche vor dem Einsatz entwendet, erklärte Polat Can, ein ranghoher Vertreter der SDF, am Montag im Onlinedienst Twitter.

Demnach arbeiteten die SDF seit Mitte Mai mit dem US-Geheimdienst CIA zusammen, um Al-Bagdadi aufzuspüren und zu überwachen. Der IS-Chef habe seinen Aufenthaltsort sehr oft gewechselt, schrieb Can. Dem SDF-Agenten sei es gelungen, mit Al-Bagdadi in Kontakt zu treten und seine Unterwäsche für einen DNA-Test zu entwenden, "um sicherzugehen, dass die betreffende Person Al-Baghdadi selbst war".


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