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Aussage im US-Kongress Ex-US-Botschafterin in Ukraine erhebt schwere Vorwürfe gegen Trump-Regierung

Von dpa

Marie Yovanovitch, ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine, bei ihrer Ankunft am Kapitol. Foto: dpa/J. Scott Applewhite/APMarie Yovanovitch, ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine, bei ihrer Ankunft am Kapitol. Foto: dpa/J. Scott Applewhite/AP

Washington. Die ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine Marie Yovanovitch wurde frühzeitig von ihrem Posten in Kiew abberufen. Die Demokraten vermuten einen Zusammenhang mit Trumps Ukraine-Affaire.

Sie sei im Mai wegen „unbegründeter und falscher Behauptungen von Menschen mit klar fragwürdigen Motiven“ als Botschafterin abgezogen worden, erklärte sie am Freitag (Ortszeit) im US-Kongress. Yovanovitch wurde im Rahmen der Untersuchungen der Demokraten in einer nicht öffentlichen Anhörung im US-Kongress befragt. Ihre einleitende Erklärung stellte sie ins Internet und wurde von US-Medien verbreitet.

Die Demokraten im Repräsentantenhaus erhoffen sich von ihrer Aussage Material für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Sie werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben, um ausländische Regierungen wie die Ukraine dazu zu bewegen, sich zu seinen Gunsten in den US-Wahlkampf einzumischen. Es geht um Ermittlungen, die Trumps Rivalen Joe Biden von den Demokraten schaden könnten. Biden ist der derzeit aussichtsreichste demokratische Präsidentschaftsbewerber für die Wahl 2020. Auch Trump will wieder kandidieren.

Yovanovitch im Mai entlassen

Die US-Regierung hatte Yovanovitch am 20. Mai vorzeitig von ihrem Posten abberufen. Nach Medienberichten soll sie sich gegen Bemühungen des Trump-Anwalts Rudy Giuliani gestellt haben, die Ukraine zur Bereitstellung von Informationen über Biden zu drängen. Ihren Posten als Botschafterin in Kiew hatte sie am 22. August 2016 angetreten.

In ihrer zehnseitigen Erklärung weist Yovanovitch darauf hin, dass einige in dem Ausschuss diskutierte Ereignisse nicht in ihre Amtszeit fielen. Dazu gehört Trumps Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 25. Juli 2019, in dem der US-Präsident seinen Kollegen zu Ermittlungen wegen früherer Geschäfte von Bidens Sohn Hunter in der Ukraine ermuntert hat.

Yovanovitch sagte, sie habe Hunter Biden niemals getroffen oder gesprochen. Bei ihren Treffen mit Joe Biden seien dessen Sohn oder der Gaskonzern Burisma, für den Hunter Biden zeitweise tätig war, nie Themen gewesen.


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