Schutz von Schwangeren und Kindern Rauchen im Auto: Länder fordern 3000 Euro Strafe bei Verstoß

Von dpa, aj

Befinden sich Kinder oder Schwangere im Auto, soll das Rauchen schärfer geahndet werden. Foto: dpa/Marcus FührerBefinden sich Kinder oder Schwangere im Auto, soll das Rauchen schärfer geahndet werden. Foto: dpa/Marcus Führer

Berlin. Das Nichtraucherschutzgesetzt soll in Deutschland deutlich verschärft werden: Befinden sich Schwangere oder Kinder im Auto, soll das Rauchen verboten werden – bei einem Verstoß drohen hohe Bußgelder.

Der Bundestag muss sich mit der Forderung nach einem Rauchverbot in Autos mit Kindern beschäftigen. Der Bundesrat beschloss am Freitag, einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament einzubringen. 

Kinder und Jugendliche seien durch Passivrauchen besonders gefährdet – und in geschlossenen Autos sei die Belastung mit Tabakrauch besonders hoch, sagte Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) in der Länderkammer. Die Länder wollen eine Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes, die das Rauchen in Autos verbietet, wenn Kinder oder Schwangere darin sitzen. Verstöße sollen mit 500 bis 3000 Euro geahndet werden.

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166.000 Kinder sterben durch Passivrauchen

In der Begründung des Gesetzesentwurfs heißt es, dass jährlich 166.000 Kinder an den Folgen des Passivrauchens sterben würden. Das Deutsche Krebsforschungsinstitut schätzt, dass derzeit rund eine Million Minderjährige in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt sind. 


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