Statement der "Nazijäger" Beate und Serge Klarsfeld kritisieren Vorgehen der Polizei in Halle

Von dpa

Beate Klarsfeld und ihr Mann, der Rechtsanwalt Serge Klarsfeld. Foto: dpa/Christian BöhmerBeate Klarsfeld und ihr Mann, der Rechtsanwalt Serge Klarsfeld. Foto: dpa/Christian Böhmer

Paris/Halle. Nach dem Terroranschlag von Halle haben Beate und Serge Klarsfeld die Deutschen zum Widerstand gegen Neonazi-Bewegungen und die AfD aufgerufen – zudem kritisieren sie die Polizei.

Wie Beate und Serge Klarsfeld am Freitag in Paris mitteilten, protestiere die von ihnen geführte "Vereinigung der Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs" gegen die "Trägheit der Polizei" in Halle, die verspätet eingegriffen habe. Sie kritisierten auch eine zu passive Überwachung von Neonazi-Bewegungen. Beide riefen die Deutschen zum Widerstand gegen die-Bewegungen und die AfD auf.

Nach dem Terroranschlag von Halle haben Beate und Serge Klarsfeld die Deutschen zum Widerstand gegen Neonazi-Bewegungen und die AfD aufgerufen. 

Beate und Serge Klarsfeld waren als "Nazijäger" bekanntgeworden – sie sorgten für die Enttarnung untergetauchter NS-Verbrecher. Für ihren Kampf gegen das Vergessen von Antisemitismus waren sie erst im Juli mit dem Großen Deutsch-Französischen Medienpreis ausgezeichnet worden.

Die Klarsfelds im Jahr 1979 vor dem Landgericht in Köln. Foto: dpa/Wilhelm Leuschner

Der Anschlag in Halle forderte zwei Tote und zwei Verletzte, mehr als 50 Gläubige in der Synagoge von Halle waren bedroht. Der 27 Jahre alte Tatverdächtige hatte beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs auch rechtsextreme und antisemitische Motive eingeräumt.

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