"Extinction Rebellion" in Berlin Radikale Klimaschützer blockieren wichtige Brücke am Bundestag

Von afp

Die besetzte Marschallbrücke in Berlin. Foto: dpa/Paul ZinkenDie besetzte Marschallbrücke in Berlin. Foto: dpa/Paul Zinken

Berlin. Die Blockadeaktionen von "Extinction Rebellion" in Berlin gehen weiter. Am Mittwochmorgen halten die Klimaaktivisten eine wichtige Brücke im Regierungsviertel besetzt.

Mehrere hundert Klimaaktivisten des Bündnisses "Extinction Rebellion" haben sich am frühen Mittwochmorgen auf der Berliner Marschallbrücke im Regierungsviertel versammelt. Die Polizei schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, sie sei vor Ort, um den Versammlungsleiter zu suchen. "Die Demonstration ist nicht angemeldet", sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP.

Die Polizei rief die Demonstranten bei Twitter dazu auf, "keine weiteren sperrigen Gegenstände mit auf die Brücke zu nehmen". Einige Demonstranten hätten "eine Art Floß" mit zu der Kundgebung gebracht, sagte die Sprecherin. Es würden keine weiteren sperrigen Gegenstände zugelassen. Die Marshallbrücke ist eine wichtige Verbindung im Berliner Straßenverkehr über die Spree in direkter Nähe zum Bundestag.

471 Festnahmen in London

Die Bewegung "Extinction Rebellion" will mit Aktionen zivilen Ungehorsams den Druck auf Regierungen weltweit erhöhen, mehr gegen den Klimawandel zu tun. Seit Montag gehen die Aktivisten in mehreren Ländern auf die Straßen. In Berlin rief die Bewegung dazu auf, unter anderem Brücken zu blockieren.

Foto: dpa/Paul Zinken

In den kommenden beiden Wochen plant das Aktionsbündnis Proteste in rund 60 Städten rund um den Globus. In London, wo die Extinction-Rebellion-Bewegung im vergangenen Jahr geboren wurde, wurden seit Montag 471 Menschen vorübergehend festgenommen.

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