Luxemburgs Premierminister allein Zu viel Protestlärm: Boris Johnson schwänzt Pressekonferenz

Von dpa

Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel musste ohne Boris Johnson vor die Journalisten treten. Foto: dpa/Olivier MatthysLuxemburgs Regierungschef Xavier Bettel musste ohne Boris Johnson vor die Journalisten treten. Foto: dpa/Olivier Matthys

Luxemburg. Hatte Boris Johnson Angst vor zu lauten Buh-Rufen? In Luxemburg sagte er eine Pressekonferenz ab und ließ Regierungschef Xavier Bettel allein die Fragen der Journalisten beantworten.

Der britische Premierminister Boris Johnson hat seine kurzfristige Absage einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem luxemburgischen Regierungschef Xavier Bettel mit Protestlärm begründet. "Ich glaube, unsere Standpunkte wären da möglicherweise untergegangen", sagte Johnson nach einem Treffen mit Bettel zu Reportern vor der britischen Botschaft in Luxemburg.

Luxemburgs Premierminister allein vor den Journalisten

Johnson war zuvor bei seiner Ankunft zu Gesprächen mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Bettel und anderen EU-Vertretern von Demonstranten ausgebuht worden. Der luxemburgische Premierminister hatte nach seinem Treffen mit Johnson anschließend allein die Fragen von Journalisten beantwortet und die Regierung in London für das Chaos um den Brexit verantwortlich gemacht.

Trotzdem zeigte sich Johnson weiter zuversichtlich, dass noch ein Abkommen über den EU-Austritt zustande kommen kann. Es brauche dafür aber Bewegung von Seiten der EU, sagte er unter anderem der BBC. Ansonsten wolle er auch ohne Deal am 31. Oktober austreten, so Johnson.


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