Forderung der SPD Kommt jetzt die Sondersteuer für SUV?

Von dpa, afp, aj

SUV-Fahrern soll es finanziell an den Kragen gehen. Foto: dpa/Sina SchuldtSUV-Fahrern soll es finanziell an den Kragen gehen. Foto: dpa/Sina Schuldt

Hamburg/Berlin. Sollten schwere Geländewagen (SUV) von der Straße verschwinden? Geht es nach dem stellvertretenden SPD-Chef Ralf Stegner, sollten die Fahrer zumindest stärker zur Kasse gebeten werden.

SUVs boomen. Zugleich aber bekommen die sportiven Kolosse in Zeiten von Flugscham und Klimademos ein Imageproblem. Und nach einem schweren SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin gibt es nun auch eine Debatte darüber, ob die Nutzung solcher Sportgeländewagen in Innenstädten begrenzt werden sollte.

"Trifft finanziell die Richtigen"

Auch führende Sozialdemokraten sagen den Geländewagen den Kampf an: Der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner findet im Gespräch mit dem "Spiegel" deutliche Worte: "Ich bin für eine kräftige Besteuerung solcher PS-Ungetüme, die eher in die unbefestigten Pisten des Wilden Westens passen als in unsere Städte." Und führt aus: "Das ist ökologisch geboten, trifft finanziell die Richtigen und ist auch im Sinne der Verkehrssicherheit für Fußgänger – gerade für Kinder. Diese merkwürdige Vorliebe für weit überdimensionierte Straßenpanzer ist das, was für manche US-Amerikaner ihre Schusswaffe ist."

Kritik wird immer lauter

Die Debatte um die beliebten SUV hatte sich pünktlich zur Automobilmesse IAA in Frankfurt intensiviert: Ein Viertel der Bundesbürger befürwortet einer Umfrage zufolge ein generelles Verbot von SUV. Wie der "Focus" am Freitag berichtete, sind 25 Prozent der Befragten für ein Verbot und 70 Prozent dagegen. Besonders hoch ist demnach die Befürwortung eines Verbots der Geländewagen unter Anhängern der Linkspartei (45 Prozent) und der Grünen (35 Prozent).


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