Mehr Pfleger pro Patient Spahn weitet Personaluntergrenzen aus

Personaluntergrenzen sollen für ausreichend Pfleger pro Patient sorgen.
Foto: Britta Pedersen/dpaPersonaluntergrenzen sollen für ausreichend Pfleger pro Patient sorgen. Foto: Britta Pedersen/dpa

Berlin. Personaluntergrenzen sollen garantieren, dass sich im Krankenhaus ausreichend Pfleger um Patienten kümmern. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will das Instrument ausweiten. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung begrüßt den Schritt.

„Gefährliche Pflege muss erkennbar sein und sanktioniert werden“, sagte Andreas Westerfellhaus im Gespräch mit unserer Redaktion. „Dafür sind die Pflegepersonaluntergrenzen da.“ Kritik an dem Instrument wies er scharf zurück. „Ich finde es zynisch, wenn nun manche argumentieren, dass Pflegepersonaluntergrenzen zu Bettensperrungen und dies wiederum zur Patientengefährdung führt.“ 

Zum Hintergrund: Stationen, die die Auflagen nicht erfüllen können, dürfen keine neue Patienten aufnehmen.  

"Für Patienten lebensgefährlich"

Bislang gibt es verpflichtende Untergrenzen für Intensivstationen sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie. Ab Januar 2020 werden sie auch für Herzchirurgie, Neurologie, neurologische Früh-Rehabilitation und Spezialstationen mit Schlaganfalleinheiten eingeführt. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf brachte Spahn jetzt auf den Weg.

„Wer dauerhaft zu wenige Pflegekräfte in seinem Haus einsetzt, gefährdet Patienten und auch Pflegekräfte", warb Westerfellhaus für die verbindlichen Untergrenzen. Fehle Personal, würden viele Pflegekräfte gezwungen, wichtige Pflegeleistungen zu unterlassen. "Das kann für Patienten lebensgefährlich sein.“


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