"Rechte nicht hoffähig machen" Städtetag: Wahl eines NPD-Ortsvorstehers fatales Signal

Burkhard Jung, Präsident des Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig, ist besorgt über die Wahl eines NPD-Ortsvorstehers in Hessen. Foto: Heiko Rebsch/dpaBurkhard Jung, Präsident des Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig, ist besorgt über die Wahl eines NPD-Ortsvorstehers in Hessen. Foto: Heiko Rebsch/dpa

Berlin. Der Deutsche Städtetag hat die Wahl des stellvertretenden hessischen NPD-Landesvorsitzenden Stefan Jagsch zum Ortsvorsteher einer Kommune als „fatales Signal“ bezeichnet.

 „Rechtsextremes Gedankengut darf nicht hoffähig werden“, sagte Präsident Burkhard Jung unserer Redaktion. Deshalb müssten sich die demokratischen Parteien konsequent von der NPD abgrenzen, statt mit ihr zu kooperieren. In Altenstadt sei „absolut unsensibel“ entschieden worden. „Ich sehe aber nicht die Gefahr, dass Politikerinnen und Politiker vom rechten Rand jetzt häufiger in solche Funktionen kommen, weil es an anderen Kandidaten mangelt“, erklärte der Leipziger Oberbürgermeister. 

Es sei allerdings nicht immer einfach, Menschen für die Kommunalpolitik zu gewinnen. „Deshalb müssen wir daran weiter arbeiten und die Kommunalpolitik als Basis unseres demokratischen Staatswesens hochhalten“, forderte Jung. Fakt sei, dass die große Mehrheit weiterhin Parteien wähle, die nicht extrem rechts stünden. 


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