"Respekt vor den Toten" Städtetag: SUV-Unglück nicht politisch instrumentalisieren

Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig, mahnt Respekt vor den Unfallopfern nach SUV-Unfall an. Foto:dpaBurkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig, mahnt Respekt vor den Unfallopfern nach SUV-Unfall an. Foto:dpa

Berlin. Der Deutsche Städtetag hat in der Debatte um mögliche SUV-Verbote nach einem Unfall mit vier Toten vor „politischen Instrumentalisierungen“ gewarnt.

 „Dies verbietet sich aus Respekt vor dem Leid der Angehörigen“, sagte Präsident Burkhard Jung unserer Redaktion . Nach den Worten von Jung kommt es „jenseits der Debatte um das Für oder Wider von SUV“ darauf an, dass die Verkehrswende an Fahrt gewinne. „Wir müssen es schaffen, dass mehr Menschen in den Städten auf emissionsarme Verkehrsmittel umsteigen und der CO2-Ausstoß im Verkehr signifikant sinkt“, erklärte der Präsident des Städtetags. Nötig sei ein attraktiver Öffentlicher Nahverkehr mit modernen Bussen und Bahnen, mehr Investitionen in Radwege und gute Verbindungen ins Umland für die Pendler. „ Auch der Verkehrsbereich muss seinen Beitrag für Klimaschutz und mehr Sicherheit auf der Straße leisten“, forderte Jung. 

Nach dem schweren Autounfall mit vier Toten in Berlin verdichten sich die Hinweise auf einen medizinischen Notfall des Fahrers als Ursache. Nach ersten Erkenntnissen könnte der 42-jährige Mann am Steuer des Sportgeländewagens (SUV) einen epileptischen Anfall erlitten haben. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN