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15.08.2019, 15:33 Uhr KOMMENTAR

Bildungsmonitor: Lösungen fehlen

Ein Kommentar von Stefanie Witte


Viele offene Fragen in der Bildungspolitik. Foto: Frank Rumpenhorst/dpaViele offene Fragen in der Bildungspolitik. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Osnabrück. An Baustellen mangelt es in der deutschen Bildungslandschaft nicht. Insofern passt der neue Vergleich der wirtschaftsnahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und die damit verbundenen Schlagwörter voll ins Bild: Ganztagsausbau, mehr Förderangebote, Umsetzung des Digitalpaktes – wo es hakt ist Landes- wie Bundespolitikern klar. Woran es jedoch fehlt, sind effektive Strategien zur Verbesserung der Lage.

Auch die Studie hilft da nicht weiter. So fordern die Autoren zum Beispiel, dass der Digitalpakt zügig umgesetzt wird, dass es einen Ideenwettbewerb um die besten digitalen Lehrmethoden geben müsse. Wichtiger wäre aber wohl, diese Art zu lehren überhaupt erst einmal in der Lehreraus- und fortbildung flächendeckend zu verankern. 

Und während in der Analyse der Initiative die obligatorische Forderung nach mehr ökonomischer Bildung in der Schule nicht fehlt, sehen sich Lehrer in den Klassenzimmern der Republik jeden Tag mit scheiternder Inklusion und Personalmangel konfrontiert. Nach der Hängepartie rund um den Digitalpakt dürfte niemand Interesse daran haben, eine neue, großangelegte Kooperation zwischen Bund und Ländern zu initiieren. Angesichts wirtschaftlich schwerer werdender Zeiten kann es sich Deutschland jedoch nicht leisten, die Bildungspolitik zu vernachlässigen.


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