Tierschutzbund fordert Einschränkungen bei Exoten-Haltungen Sommerferien: Zehntausende Haustiere in Tierheimen aufgenommen

Ein Hund im Tierheim wartet auf einen neuen Besitzer. Foto: dpa/Franziska KraufmannEin Hund im Tierheim wartet auf einen neuen Besitzer. Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Osnabrück. Sommerzeit ist Urlaubszeit. Aber wohin mit dem Haustier? Ab ins Tierheim hießt die Antwort in diesem Jahr wieder zehntausendfach.

In deutschen Tierheimen sind rund um die Sommerferien wieder Zehntausende Haustiere aufgenommen worden. Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder schätzte die Gesamtzahl im Gespräch mit unserer Redaktion auf bis zu 70.000 Tiere.

„Die Tierheime sind so schon über das gesamte Jahr an ihrer Kapazitätsgrenze. Jedes weitere Tier ist da natürlich eines zu viel“, sagte Schröder. Besonders der Gesundheitszustand der Tiere mache den Heimen zu schaffen: „Besitzer geben ihre Tiere mittlerweile ab, weil sie sich die Behandlung von Hund oder Katze nicht mehr leisten können.“

Gefährliche Vogelspinnen

Hinzu kämen sogenannte Exoten wie Schlangen, Warane oder Vogelspinnen, auf die Tierheime nicht vorbereitet seien. „Die Tiere haben besondere Anforderungen an die Haltung. Und sind zum Teil gefährlich für die Mitarbeiter“, sagte Schröder. 

Er forderte von Bund und Ländern eine sogenannte Positiv-Liste aufzusetzen. „Dann hätten wir einen Katalog von Tieren, die in Deutschland gehalten werden dürfen. Derzeit kann jeder quasi alles halten.“


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