Podiumsdiskussion in Osnabrück NOZ-Agenda mit Guttenberg zum Zweiten Weltkrieg

Ruinen auf der Westerplatte: Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf diese polnische Stellung bei Danzig begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Foto: Burkhard EwertRuinen auf der Westerplatte: Mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf diese polnische Stellung bei Danzig begann am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Foto: Burkhard Ewert

Osnabrück. 80 Jahre nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs leben nur noch wenige Menschen, die sich unmittelbar an ihn erinnern oder damals bereits sogar so alt waren, dass sie eine aktive Rolle innehatten. Grund für unsere Redaktion, das Thema im Rahmen unserer Reihe NOZ Agenda ins Bewusstsein zu holen. Unter anderem laden wir zu einer Diskussion mit Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg ein.

Außer Guttenberg kommen die Historiker-Vorsitzende Prof. Dr. Eva Schlotheuber und die Beststeller-Autorin Hilke Lorenz („Kriegskinder“) nach Osnabrück. Am Donnerstag, 29. August, diskutiert das Trio ab 18 Uhr im NOZ-Medienzentrum am Breiten Gang in Osnabrück über den Krieg und seine Folgen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Anmeldung ab sofort unter diesem Link oder von Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0541-310 1000 möglich.

Unter der Moderation von Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke geht es unter anderem um den Stand der Forschung zum Zweiten Weltkrieg. Was haben Wissenschaftler dem noch hinzuzufügen, was alle wissen oder zu wissen glauben? Wir fragen außerdem danach, ob totalitäres Denken wie auch Krieg zu führen womöglich langsam wieder in Mode geraten, wenn auch für vermeintlich gute Zwecke. Die Diskussion wird sich auch um die Frage drehen, in welchem Zustand sich die internationale Friedensordnung mit Uno und EU heute befindet und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt ist, und welche Folgen der Krieg in Gedächtnis und Psyche der Familien und Nachkommen derer hat, die in den Jahren vor und nach 1945 Schreckliches erleben mussten.

Auf dem Podium am 29. August begrüßt Ralf Geisenhanslüke diese Gäste:

Karl-Theodor zu Guttenberg ist Bundesverteidigungsminister a.D. und aktuell als internationaler Berater in außen- und sicherheitspolitischen Fragen tätig.

Karl-Theodor zu Guttenberg. Foto: dpa/Stephan Jansen

Hilke Lorenz („Kriegskinder“, „Heimat aus dem Koffer“) schrieb mehrere Bestseller über traumatische Folgen des Zweiten Weltkriegs, die bis in die Enkelgeneration reichen.

Hilke Lorenz.

Prof. Dr. Eva Schlotheuber ist Vorsitzende des Deutschen Historikerverbandes und lehrt Geschichte an der Universität Düsseldorf.

Eva Schlotheuber

Teil der NOZ-Agenda-Woche ist darüber hinaus eine Reihe besonderer Zeitzeugen-Interviews. Wir geben in der Woche vor dem Stichtag 1. September fünf Persönlichkeiten das Wort, die ungefiltert von ihre persönlichen Erleben berichten: Ein Soldat und ein Jude, ein ehemaliger Hitler-Fan, ein ausgebombtes Kind und eine Vertriebene schildern ihre persönliche, jeweils bewegende Geschichte der Jahre 1939 bis 1945. Jede davon ist einzigartig. Und doch steht jedes einzelne Gespräch beispielhaft dafür, was Millionen andere Menschen dieser Gruppen ebenfalls erlebt haben - und auch dafür, was nie vergessen werden darf, auch wenn die Zeitzeugen einmal nicht mehr vom Weltkrieg und seinem Schrecken erzählen können.


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