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31.07.2019, 16:40 Uhr KOMMENTAR

Nur ein Herausforderer von echtem Kaliber kann Präsident Trump schlagen

Ein Kommentar von Thomas Ludwig


Großes Theater: TV-Debatte der demokratischen Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur in Detroit. Foto: Kevin Dietsch/imago images/UPI PhotoGroßes Theater: TV-Debatte der demokratischen Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur in Detroit. Foto: Kevin Dietsch/imago images/UPI Photo
KEVIN DIETSCH

Osnabrück. Es wäre voreilig, von den Demokraten schon jetzt eine stringente Strategie zu erwarten, um den amtierenden Präsidenten zu besiegen. Eine solche macht erst dann Sinn, wenn klar ist, auf wen sie zuzuschneiden ist.

Vorerst gilt es, mögliche Herausforderer auf Herz und Nieren für eine Präsidentschaftstauglichkeit zu prüfen. In den TV-Debatten wird zunehmend deutlicher, welcher Kandidaten von welchem Kaliber ist. Doch wer hat das Zeug, Donald Trump zu schlagen?

Die Demokraten sind in einem Dilemma: Einerseits müssen sie eine klare Alternative zu Trump bieten; das könnten sie mit der eloquenten und aggressive Siegesgewissheit ausstrahlenden, 54-jährigen farbigen Kamala Harris. 

Andererseits dürfen sie den Bogen nicht überspannen, um die Wähler der Mitte nicht zu verprellen. Doch wäre Ex-Obama-Vize Joe Biden, über den sich Trump gern lustig macht, mit 76 Jahren wirklich ein Mann der Zukunft? Auf einen der beiden Genannten oder aber die linken Altstars Bernie Sanders oder Elisabeth Warren wird es wohl hinauslaufen. Die übrigen Kandidaten wirken nicht, als hätten sie ernsthaft das Zeug für einen Punch gegen Trump.

Egal wer am Ende Herausforderer des Präsidenten wird: Es dürfte für die Demokraten schwer werden, das richtige Mittel gegen Teflon-Trump zu finden. Denn anstatt sich mit seinen rassistischen Tiraden und anderen verbalen Ausfällen selbst ins Aus zu schießen, mobilisiert Tramp damit seine Basis nur.  


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