Umweltminister übt scharfe Kritik Wolf in Gifhorn getötet und vermutlich gequält

Von epd

Der Wolf ruft emotionale Reaktionen bei Gegnern und Befürwortern hervor. Foto: dpa - Bildfunk/Patrick PleulDer Wolf ruft emotionale Reaktionen bei Gegnern und Befürwortern hervor. Foto: dpa - Bildfunk/Patrick Pleul

Hannover. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) hat scharfe Kritik an der Erschießung und möglichen Misshandlung eines Wolfes im Kreis Gifhorn geübt. Neben der illegalen Tötung stehe der Verdacht im Raum, dass das Tier „bestialisch gequält" worden sein könnte, sagte Lies am Mittwoch in Hannover. Fotos zeigen den Wolf mit Draht um den Hals.

Der Kadaver der Wölfin war am Sonntagabend im Elbe-Seiten-Kanal gefunden worden. Der Polizei zufolge hatten der oder die Täter versucht, das Tier mit einer Metallschlinge und einem schweren Gegenstand im Kanal zu versenken. Auf einem vom Ministerium verbreiteten Foto ist der tote Wolf mit dem Draht um den Hals zu sehen. 

Harte Bestrafung

Es müsse alles ermöglicht werden, den oder die Verantwortlichen für diese Tat herauszufinden und auch entsprechend hart zu bestrafen, sagte Lies. Eine solche „Selbstjustiz" sei unverantwortlich, es gebe dafür „überhaupt keine Toleranz".

Emotionales Ausmaß

Lies fügte hinzu, der Fall bilde gleichzeitig die Dramatik ab, die zwischen Wolfs-Befürwortern und -Gegnern herrsche. Es komme oft zu Reaktionen und Konfrontationen in einem emotionalen Ausmaß, das der Herausforderung überhaupt nicht gerecht werde. „Es ist an der Zeit, dass alle abrüsten", betonte Lies: „Das was da passiert ist, darf auf keinen Fall wieder passieren."


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