Schlägereien in Freibädern Polizeigewerkschaft fordert mehr Sicherheitspersonal

Nach bundesweiten Schlägereien in Freibädern fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Sicherheitspersonal. Das Archivbild zeigt Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in einem Freibad. Foto: Paul Zinken/dpaNach bundesweiten Schlägereien in Freibädern fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Sicherheitspersonal. Das Archivbild zeigt Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in einem Freibad. Foto: Paul Zinken/dpa
Paul Zinken

Osnabrück. In den vergangenen Tagen ist es mehrfach bundesweit zu Schlägereien und Randale in Freibädern gekommen. Zumeist sind es junge Männer, die in Streit geraten. Die Bademeister sind überfordert und rufen die Polizei. Die Polizeigewerkschaft GdP verlangt mehr Sicherheitspersonal in Bädern.

Nach Schlägereien in mehreren Freibädern im Bundesgebiet hat sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) für mehr Sicherheitspersonal in Bädern und deren schnelleres Eingreifen ausgesprochen. Der stellvertretende GdP-Vorsitzende Jörg Radek, erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Rangeleien, Anmache und gewalttätige Auseinandersetzungen in Freibädern müssen durch Sicherheitspersonal schnell und umsichtig unterbunden werden.“ 

Es sei wichtig, dass die Kräfte vor Ort direkt handelten: „Hausverbote, Anzeigen und das Rauswerfen immer wieder auffälliger Störenfriede sind zwar kein Allheilmittel, zumindest jedoch vielleicht ein Mittel, von dem mehr Gebrauch gemacht werden sollte.“

Kein Recht des Stärkeren

Radek nannte es beklagenswert, dass ein geringer Teil der Badegäste die entspannte, sommerliche Stimmung vieler anderer kippen lasse. Störenfriede müssten konsequent in die Schranken verwiesen werden: „Das Recht des Stärkeren gilt hierzulande nirgendwo, nicht auf der Straße, nicht in Gerichtssälen und auch nicht in Freibädern. Wer da am Pool sein Mütchen kühlen will, stört und gehört da nicht hin.“

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Polizei muss immer öfter eingreifen

Die Probleme in vielen Freibädern fordern aus Sicht der GdP zunehmend die Polizei. Radek sagte: „Leider muss die Polizei immer öfter als Streitschlichter gerufen werden, weil die Sicherheitskräfte mancherorts nicht mehr in der Lage sind, vor allem Gruppen aggressiv auftretender junger Männer im Zaum zu halten.“ Durch diese zusätzliche Aufgabe würden viele Kräfte gebunden – obwohl die Polizei schon länger überlastet sei. Die meisten der bundesweit 20 000 neu eingestellten Polizisten seien noch in der Ausbildung – und nicht in den Dienststellen.

Am Wochenende war es zu mehreren Vorfällen in Freibädern gekommen. In einem Düsseldorfer Freibad musste die Polizei anrücken und einen Streit mit mehreren Hundert beteiligten Badegästen schlichten. 

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