Schärfere Regeln Verkehrsclub fordert Falschparker-Bußgeld von mindestens 100 Euro

Von afp

Ein Knöllchen sollte schon bald teurer werden, ginge es nach dem VCD. Foto: dpa/Fredrik von ErichsenEin Knöllchen sollte schon bald teurer werden, ginge es nach dem VCD. Foto: dpa/Fredrik von Erichsen

Berlin. Noch seien Straßen ohne Autos kaum vorstellbar, kritisiert der VCD. Das soll sich jedoch bald ändern, zur Not mit schärferen Regeln.

Der ökologische Verkehrsclub VCD fordert, das Bußgeld für Falschparken auf mindestens 100 Euro anzuheben. "Gleichzeitig muss Parken teurer werden", erklärte die VCD-Sprecherin für Radverkehr, Anika Meenken, am Dienstag. Es könne nicht sein, dass beispielsweise Anwohner in Berlin gerade einmal zehn Euro im Jahr für ihren Parkplatz zahlen – in Amsterdam seien es 535 Euro. "Die Kommunen müssen die Gebühren deutlich anheben und die Parkraumbewirtschaftung ausweiten."

Straßen zum Wohnzimmer machen

Der Platz, der dadurch frei würde, könnte Straßen zum "zweiten Wohnzimmer" machen, erklärte die VCD-Sprecherin für Fußverkehr, Katja Täubert. Bislang könne man sich nur schwer Straßen ohne Autos vorstellen. Würden sich die meisten Menschen aber zu Fuß oder mit Fahrrad bewegen, werde die Straße ein Ort "zum Entspannen, zum Reden und zum Entdecken".

Autos langsamer, Radfahrer sicherer?

"Täglich verunglücken knapp 700 Menschen bei Zusammenstößen im Verkehr in Städten und Ortschaften", kritisierte Meenken. Die Stickoxidwerte in der Luft sinken dem VCD zu langsam und Kinder könnten sich oft nicht frei draußen bewegen, weil der Straßenverkehr zu gefährlich sei. Um mehr Menschen zum Abschied vom Auto zu bewegen, fordert der VCD eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern innerorts. "Wird Tempo 30 innerorts zur Regelgeschwindigkeit, wird der Fuß- und Radverkehr deutlich sicherer und damit attraktiver", glaubt Meenken.


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