Versuch auf Charité-Gelände Roboterbus im Test - aber bitte mit Fahrer

Für alles offen, was öko ist: Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), hier beim Radeln, fördert das Berliner Projekt Roboterbus mit 3,2 Millionen Euro. "Wir wollen erforschen, ob man mit diesem Ansatz mehr Menschen zum Umstieg auf den Bus bewegen und so die Umwelt entlasten kann", sagt sie. Foto: dpaFür alles offen, was öko ist: Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), hier beim Radeln, fördert das Berliner Projekt Roboterbus mit 3,2 Millionen Euro. "Wir wollen erforschen, ob man mit diesem Ansatz mehr Menschen zum Umstieg auf den Bus bewegen und so die Umwelt entlasten kann", sagt sie. Foto: dpa

Berlin. An der Berliner Charité kommen Patienten und Besucher jetzt auch fahrerlos ans Ziel. Gemeinsam mit der Berliner Verkehrsgesellschaft testet das Klinikum Roboterbusse.

Wie von Geisterhand gelenkt ruckelt der knallgelbe Minibus über das Gelände der Berliner Charité. Anne S. (69) zögert, bevor sie einsteigt. „Wir fahren Zukunft“ steht nämlich auf dem Schild an der Haltestelle. Auf gut deutsch: Das Vehikel hat keinen Fahrer. Demnächst jedenfalls. Noch ist ein Steuermann an Bord, damit die Gäste sich sicher fühlen. Anne S. jedenfalls ist beruhigt.

Insgesamt vier elektrische Minibusse verkehren täglich auf dem Campus Mitte und am Virchow-Klinikum. Schnell sind die Busse für elf beziehungsweise sechs Fahrgäste allerdings nicht, das Höchsttempo liegt bei 12 km/h. Die beiden Klinikstandorte eignen sich laut Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) besonders gut, um die neue Technik zu erproben: Mit Fußgängern, Radfahrern und Krankenwagen gleichen die Testflächen einer kleinen Stadt.

„Die Busse sind gut ausgelastet. Und sie sind so hochempfindlich eingestellt, dass sie stoppen, wenn ein Eichhörnchen den Weg kreuzt“, sagt BVG-Sprecherin Petra Nelken. Übrigens: In etwa drei Wochen geht's wirklich los – ohne Pseudo-Fahrer.


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