Gel statt Föhnfrisur Vor Staatsbesuch in London: Donald Trump überrascht mit neuer Frisur

Von dpa und vim

Donald Trump bei einem Auftritt in Virginia am Sonntag. Foto: afp/Jim WatsonDonald Trump bei einem Auftritt in Virginia am Sonntag. Foto: afp/Jim Watson
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London. Donald Trump trat am Sonntag ohne seine bekannte Haar-Tolle auf. Dürfen sich die Engländer etwa auf einen anderen Präsidenten freuen?

US-Präsident Donald Trump beginnt am Montag seinen umstrittenen Staatsbesuch in Großbritannien. Er flog an der Seite seiner Ehefrau Melania am Sonntagabend an Bord der Air Force One vom Militärstützpunkt Andrews bei Washington ab. Es dürfte kein einfacher Besuch für Trump werden. Bis zu 250.000 Demonstranten werden in London erwartet. 

Doch vor dem Abflug sorgte der US-Präsident noch für überraschende Nachrichten: Er zeigte sich ohne seine bekannte Tolle bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Virginia. Statt wie sonst geföhnt, waren Trumps Haare gegelt – und der 72-Jährige so fast nicht wiederzuerkennen. 

Donald Trump und der Geistliche David Platt (links). Foto: imago images/Sarah Silbiger

Ob er auch in London mit neuer Frisur auftritt, bleibt abzuwarten. Schließlich trifft Trump auf die königliche Familie: Am Montag werden der Präsident und First Lady Melania mit militärischen Ehren und Kanonensalut im Buckingham-Palast in London empfangen und dort unter anderem mit der Queen zu Mittag essen. Geplant sind auch ein Besuch der Westminster Abbey in London und ein Treffen mit Prinz Charles. Für den Abend ist ein Staatsbankett im Buckingham-Palast angesetzt. 

Proteste erwartet

Ein Staatsbesuch wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehre. Kaum ein Land kann es mit Großbritannien aufnehmen, wenn es um staatstragende Zeremonien geht. Die traditionelle Kutschfahrt über die Prachtstraße "The Mall" wurde jedoch, vermutlich aus Furcht vor Protesten, gestrichen – nicht ganz unbegründet. 

Britischen Medienberichten zufolge werden am Dienstag bis zu 250.000 Demonstranten erwartet. Auch ein Protestballon in Form eines Trump-Babys in Windeln soll am Himmel über dem Parliament Square aufsteigen. 

Auch ein Trump-Baby wird in London erwartet. Foto: Imago Images/Stephen Chung

Am Dienstag trifft Trump die scheidende Regierungschefin Theresa May. Sie hatte vor etwas mehr als einer Woche ihren Rücktritt als Parteichefin angekündigt. Drei Mal war May zuvor mit ihrem Abkommen über den EU-Austritt im Parlament gescheitert. Bis Ende Juli soll sie von ihrem Nachfolger auch als Regierungschefin abgelöst werden. Ein gutes Dutzend Bewerber haben bereits ihren Hut in den Ring geworfen.

Entgegen aller diplomatischen Gepflogenheiten ergriff Trump Partei für Ex-Außenminister Boris Johnson. "Ich kenne die verschiedenen Akteure. Aber ich denke, Boris würde einen sehr guten Job machen. Ich glaube, er würde ausgezeichnet sein", sagte Trump der "Sun" in einem Interview, das am Wochenende erschien.

Über Politik sprechen und Golf spielen

Am Mittwoch wollen Trump und seine Frau Melania in Portsmouth an der Südküste Englands an Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag des sogenannten D-Days teilnehmen. Eine weitere Gedenkveranstaltung zu dem eigentlichen Jahrestag am Donnerstag (6. Juni) ist in Frankreich geplant. Dorthin wollen die Trumps von Großbritannien aus weiterreisen. Am 6. Juni 1944 waren alliierte Truppen im Zweiten Weltkrieg an den Stränden der Normandie im von Deutschland besetzten Frankreich gelandet.

Zwischendurch plant Trump noch einen Abstecher nach Irland, wo er den irischen Regierungschef Leo Varadkar treffen und Golf spielen will.


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