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21.05.2019, 18:52 Uhr zuletzt aktualisiert vor HILFE BEI ANPASSUNG

Klimawandel: Geld allein reicht nicht

Ein Kommentar von Uwe Westdörp


Dürre in Kenia: Der Klimawandel verschärft nach Darstellung von Forschern die Probleme in Afrika. Foto: dpaDürre in Kenia: Der Klimawandel verschärft nach Darstellung von Forschern die Probleme in Afrika. Foto: dpa

Osnabrück. Klimaschutz genießt hohe Aufmerksamkeit. Doch was macht eigentlich die Globale Anpassungskommission? Nie davon gehört? Dann wird es höchste Zeit. Ein Kommentar.

Es ist ein gutes Werk und zugleich eines, das traurig stimmt: Die Arbeit der Globalen Anpassungskommission führt plastisch vor Augen, dass der Klimawandel bereits weit fortgeschritten ist und es jetzt in weiten Teilen der Welt nur noch einen Weg gibt: Anpassung an veränderte extrem schwierige Lebensbedingungen.

Es ist richtig: Die Menschen haben sich in der Geschichte immer wieder auf neue Umstände einstellen müssen. Doch noch nie zuvor haben sie so stark selber zu Umweltveränderungen beigetragen wie seit Beginn der Industrialisierung und der massenhaften Verfeuerung fossiler Brennstoffe.

Daraus erwächst eine besondere Verantwortung vor allem jenen gegenüber, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, ihn aber am deutlichsten zu spüren bekommen. Das sind etwa die Menschen in den zunehmend dürregeplagten Ländern Afrikas. Spezielles Saatgut für trockene Zonen, neue Technik zur sparsamen Bewässerung, Versicherungsschutz bei Missernten - all das ist richtig und wichtig,

Mit Hilfe zum Überleben ist es aber nicht getan. Wer die Lage vor Ort nachhaltig verbessern will, muss die ökonomische und ökologische Entwicklung massiv unterstützen. Geld ist dabei kein Allheilmittel. Genauso wichtig sind Technologietransfer und faire Handelsbedingungen. Auch viele Migrationsprobleme lassen sich so vermeiden.


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