Sicherheitsbedenken Soldaten bekommen neue Smartphones – können aber nicht ins Internet

Von afp

Rund 16.000 Smartphones für die Soldaten seien in den vergangenen Monaten ausgegeben worden. Foto: dpa/Bernd SettnikRund 16.000 Smartphones für die Soldaten seien in den vergangenen Monaten ausgegeben worden. Foto: dpa/Bernd Settnik

Berlin. Ohne wirksamen Schutz bestehe bei den neuen Smartphones die Gefahr, dass über ungeprüfte heruntergeladene Apps und sonstige Datentransfers auf die interne Kommunikation zugegriffen werden könne, sagte eine Sprecherin: Die neuen Diensthandys der Bundeswehr kommen nicht ins Internet.

Viele Bundeswehrsoldaten haben in den vergangenen Monaten neue Dienst-Smartphones bekommen – kommen damit aber nicht ins Internet. Die Samsung-Geräte wurden extra so eingerichtet, wie der "Spiegel" berichtete. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte dem Magazin, es gehe dabei um die "jüngst deutlich gestiegenen IT-Sicherheitsanforderungen". 

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Ohne wirksamen Schutz bestehe bei den neuen Smartphones die Gefahr, dass über ungeprüfte heruntergeladene Apps und sonstige Datentransfers auf die interne Kommunikation zugegriffen werden könne, führt die Sprecherin aus. Das Problem werde bald gelöst. Noch im Laufe des Jahres sollten geprüfte Apps zur Verfügung gestellt werden, etwa "Internetzugang für dienstliche Recherchen oder auch eine Wetter-App".

Laut "Spiegel" handelt es sich bei den neuen Geräten um das Samsung-Modell Galaxy S8. Rund 16.000 Exemplare seien in den vergangenen Monaten ausgegeben worden. In vielen Einheiten würden allerdings statt der neuen Geräte private Smartphones benutzt – ohne Internetsperre.


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