Kolumne "Berliner Geflüster" Endlich handelt Berlin: Hitzefrei für Hauptstadt-Pferde

In Berlin haben Kutschpferde jetzt ab 30 Grad hitzefrei und können im schattigen Tiergarten dösen.
Foto: Petra EgbersIn Berlin haben Kutschpferde jetzt ab 30 Grad hitzefrei und können im schattigen Tiergarten dösen. Foto: Petra Egbers

Berlin. Die zu Ende gehende Berliner Woche stand im Zeichen des Klimas. Den Auftakt machte die Auto-Zeitung "Welt" mit einem Bericht, wonach Klima- und Umweltschutz für die Bevölkerung inzwischen das wichtigste Thema sind.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner konnte den Artikel in Ruhe im Flugzeug lesen. Sie jettete mal eben nach Peking, zur Eröffnung einer Gartenschau. 

Derweil stellte sich Kanzlerin Angela Merkel nach anfänglichem Zögern hinter die Initiative ihres Pariser Freundes Emmanuel Macron, wonach die EU bis 2050 "klimaneutral" zu sein habe. Das gab viel Lob. Nur die allergrößten Skeptiker befürchten hinter der neuen Zielmarke den Versuch, die für 2030 festgesetzten CO2-Ziele auf die lange Bank zu schieben.

Das Klima stand auch beim Koalitionsgipfel Mitte der Woche auf der Tagesordnung. Konkretes gab es im Anschluss nicht. CO2-Steuer oder eine Ausweitung des Emissionshandels? Nicht so hastig, erstmal verständigten sich Merkel und Co. auf "die Arbeit des Klimakabinetts".

Der Vorwurf, in der Hauptstadt werde in Sachen Klimaschutz nur geredet, ginge indes zu weit. Zu danken ist dafür der Berliner Senatsverwaltung für Justiz. Sie erließ eine neue Richtlinie, um Kutschpferde vor den immer heißeren Temperaturen zu schützen. Ab 30 Grad haben die Hauptstadt-Rosse künftig hitzefrei.


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