Begegnungen im Klimakampf Nun auch beim Papst: Greta Thunberg und die Prominenten

Von Lorena Dreusicke

Greta Thunberg (vorne rechts) hatte die wöchentliche Generalaudienz mit ihrem Vater Svante Thunberg (Mitte) verfolgt und dabei mit Papst Franziskus kurz gesprochen. Foto: AFP PHOTO / VATICAN MEDIAGreta Thunberg (vorne rechts) hatte die wöchentliche Generalaudienz mit ihrem Vater Svante Thunberg (Mitte) verfolgt und dabei mit Papst Franziskus kurz gesprochen. Foto: AFP PHOTO / VATICAN MEDIA

Rom. Im Kampf für mehr Klimaschutz hat die Aktivistin schon einige Entscheidungsträger und einflussreiche Prominente getroffen. Nun hat sie auch mit dem Papst Worte gewechselt.

Am Anfang saß sie noch alleine freitags vor dem schwedischen Parlament – im Schulstreik für das Klima. Mittlerweile ziehen nach ihrem Vorbild weltweit massenweise Schüler durch die Straßen, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Und Greta Thunberg reist durch die Welt – umweltschonend im Zug oder E-Auto – und trifft wichtige Entscheidungsträger und andere einflussreichen Prominente. Wen sie schon kennenlernte, sehen Sie in unserer Übersicht:

Am Mittwoch schüttelte Thunberg die Hand von Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom. Die 16-Jährige hielt dem Pontifex bei der kurzen Begegnung nach der Generalaudienz am Mittwoch einen Zettel mit einer Aufforderung zum Klima-Streik entgegen ("Join the Climate Strike"), wie Bilder zeigten. 

"Er war sehr freundlich. Er lächelte und lachte die ganze Zeit", sagte Thunberg der schwedischen Zeitung "Dagens Nyheter". "Ich habe ihm dafür gedankt, dass er für das Klima kämpft." Der Papst wiederum habe Thunberg zum Weitermachen ermuntert.

Am Dienstag hatte die Schwedin im Europaparlament mit Abgeordneten über den Klimaschutz diskutiert. Sie nahm auf Einladung von Parlamentspräsident Antonio Tajani und mehreren Fraktionschefs an einer Sitzung des Umweltausschusses teil.

Sichtlich gerührt sprach Thunberg vor den Abgeordneten über Umweltverschmutzung und die Folgen des Klimawandels. "Unser Haus bricht auseinander", sagte sie mit Blick auf die Folgen für den Planeten. Dementsprechend müssten sich auch die politischen Anführer verhalten. Denn dann würden sie nicht so weitermachen wie bisher. Sie verwies etwa darauf, dass es zuletzt mehrere EU-Sondergipfel zum Brexit, aber zugleich keinen einzigen wegen der Klimakrise gegeben hatte.

Im Februar hatte Thunberg bereits vor dem Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss gesprochen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte Gast Greta Thunberg Ende Februar mit Handkuss. Foto: imago images/Reporters

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar hielt sie ihre berühmte Rede rund um die Metapher des brennenden Hauses: "Ich will, dass ihr handelt, als wärt ihr in einer Krise. Ich will, dass ihr handelt, als stände das Haus in Flammen. Denn das tut es."

Erwachsene sagen immer, 'wir schulden es den jungen Menschen, ihnen Hoffnung zu geben'. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will nicht, dass ihr Hoffnung habt. Ich will, dass ihr Panik bekommt. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag fühle. Und dann will ich, dass ihr handelt. Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos

In Davos traf sie unter anderem den Musiker Bono sowie Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds. Die Französin outete sich als Fan: "Ich unterstütze sehr, was du tust."

In Davos traf Thunberg auch die IWF-Chefin Christine Lagarde. Foto: dpa/Gian Ehrenzeller/KEYSTONE

Außerdem wechselte sie mit der Tierschutzikone und Verhaltensforscherin Jane Goodall einige Worte.

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True hero - Jane Goodall!

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Sie traf Naturforscher und Tierfilmer David Attenborough, der sie für seine nächste Dokumentation über den Klimawandel gewinnen konnte. Mit Al Gore, Ex-Vizepräsident der USA und Umweltschützer, posierte sie für ein Foto. "Es war eine Ehre, Sie zu treffen", schrieb Thunberg dazu.

Bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz Anfang Dezember 2018 traf sie UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Gemeinsam mit dem ehemaligen Präsidenten der Malediven, Mohamed Nasheed, forderte sie die Wiederherstellung zerstörter Ökosysteme.


Demnächst wird die Schwedin Arnold Schwarzenegger treffen. Der Ex-Gouverneur von Kalifornien hatte sie auf Twitter zum österreichischen R20-Klimagipfel am 28. Mai eingeladen. "Ich liebe es, wenn sich jemand nicht nur beschwert, sondern auch rausgeht und etwas unternimmt", schrieb Schwarzenegger. Thunberg versicherte: "Sie können mit mir rechnen."

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