Nur 2,8 Prozent der Fläche bislang gesichert Naturwälder: Bundesregierung verfehlt Ziel wohl deutlich

Blick in einen Fichtenwald in Niedersachsen. Foto: dpa/Julian StratenschulteBlick in einen Fichtenwald in Niedersachsen. Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Osnabrück. Die Bundesregierung wird aller Voraussicht nach ihr Ziel verfehlen, bis 2020 fünf Prozent der Waldfläche in Deutschland für eine natürliche Entwicklung zu sichern.

Das geht aus einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf Anfrage der Grünen hervor. Demnach sind derzeit 2,8 Prozent gesichert, was etwa 3240 Quadratkilometer Fläche entspricht. Das Bundesamt für Naturschutz hatte kürzlich mitgeteilt, dass bis 2020 etwa drei Prozent gesichert werden können. 

Steffi Lemke, naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen, schlussfolgerte, die Bundesregierung sei mit ihrem vor mehr als zehn Jahren gefassten Ziel „krachend gescheitert“. Sie sagte: „In Deutschland braucht es mehr Platz für Natur ohne Nutzung.“ Solche Flächen seien wichtig für Arten- und Klimaschutz.

2007 hatte die Bundesregierung die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ beschlossen. Sie umfasst insgesamt 330 Ziele, von denen eines lautete, dass der Anteil der Naturwälder bis 2020 fünf Prozent der Waldfläche umfassen soll.


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