Zuwanderer in Osnabrück und Emsland Interaktive Karten: Das ist der Ausländeranteil in Ihrer Region

Von Christian Ströhl und dpa

Eine interaktive Karte zeigt, wo wieviele Ausländer in Deutschland leben. Screenshot: Ströhl/DestatisEine interaktive Karte zeigt, wo wieviele Ausländer in Deutschland leben. Screenshot: Ströhl/Destatis

Wiesbaden. Deutschland bleibt für Zuwanderer attraktiv. Das zeigen auch interaktive Karten des Statistischen Bundesamtes: Gut jeder achte Einwohner in Deutschland ist Ausländer. Sehen Sie hier, wie hoch der Ausländeranteil in Ihrer Region ist.

Gut jeder achte Einwohner in Deutschland ist Ausländer. Deren Anteil ist im vergangenen Jahr auf rund 10,9 Millionen gewachsen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag berichtete. Das war ein Anstieg per Saldo um 2,7 Prozent (292.000). Den 1,303 Millionen Neuankömmlingen standen im Ausländerzentralregister 1,012 Millionen Abwanderer gegenüber. Insgesamt lebten in Deutschland – zum 30. September 2018 – 82,979 Millionen Menschen. 

Interaktive Karte "Ausländer in Deutschland"

Wie viele Ausländer in Ihrer Region leben, zeigt diese interaktive Karte des Statistischen Bundesamtes (die Karte zeigt den Ausländeranteil insgesamt):


2017 hatte der Zuwachs der Ausländer sogar 5,7 Prozent betragen. Die Statistiker verweisen jedoch darauf, dass es damals infolge der Flüchtlingskrise große Nachmeldungen bei Zugängen gegeben habe. Im vergangenen Jahr wiederum seien verstärkt Abgänge im Register nacherfasst worden. Daher seien die Zahlen schwer miteinander vergleichbar.

Karte "Anteil der Schutzssuchenden"


Der Anteil der Schutzsuchenden an der Gesamtbevölkerung lag 2017 deutschlandweit bei 2 %. Hierbei lassen sich regionale Unterschiede erkennen: Vergleichsweise hoch sind die Anteile in dünn besiedelten Gebieten und in Gebieten, in denen Aufnahmezentren angesiedelt sind, zum Beispiel in der kreisfreien Stadt Schweinfurt. Hier ist der Anteil der Schutzsuchenden an der Gesamtbevölkerung mit 12,4 % am höchsten gefolgt von Bayreuth mit 5,2 %. In allen anderen Kreisen liegt der Anteil unter 5 %, in 69 von insgesamt 401 Kreisen unter 1,1 %.

Keine Zahlen zu Flüchtlingen

Dem Bundesamt liegen derzeit noch keine Angaben vor, wie hoch die Zahl der Flüchtlinge unter den erfassten Ausländern im vergangenen Jahr war. Erneut stark zugenommen hat aber die Zuwanderung von Menschen mit einer Arbeitserlaubnis aus Staaten außerhalb der EU. Bis zum Jahresende 2018 kamen insgesamt 266.000 Menschen als sogenannte Erwerbsmigranten (Vorjahr: 217.000). Das war im dritten Jahr in Folge ein Anstieg von mehr als 20 Prozent. 

Karte "Ausländer am Arbeitsmarkt"


Die Integration von Ausländer in den Arbeitsmarkt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Beispielsweise spielen Ausbildung und Sprachkenntnisse eine wichtige Rolle. Betrachtet man die Beschäftigungsquote von Ausländerinnen und Ausländern in Deutschland, fällt diese in Süddeutschland höher aus als in den übrigen Gebieten der Bundesrepublik.

Woher kommen die Ausländer?

Zu den wichtigsten Herkunftsländern zählten Indien (12 Prozent), China (9 Prozent), Bosnien-Herzegowina (8 Prozent) sowie die USA (7 Prozent). Diese Menschen  darunter sind auch viele Fachkräfte – waren im Durchschnitt 35 Jahre alt und zumeist männlich (68 Prozent).

Besonders stark gewachsen ist in der Gruppe der Zuwachs aus dem Westbalkan. Ende 2018 stellten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo sowie Mazedonien zusammen fast ein Viertel der Erwerbsmigranten. Dieser Anteil hatte 2015 noch bei rund neun Prozent gelegen.

Das Bundesamt führt diese Zahlen auch darauf zurück, dass diese Länder seit den Jahren 2014/2015 als sichere Herkunftsstaaten gelten. Zugleich wurde den Menschen aus diesen Ländern seit 2016 der Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland erleichtert. 


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