Die Top-Einkommen im Bundestag Gehaltserhöhungen ab April: Das verdienen Kanzlerin Merkel und ihr Kabinett

Die Gehälter von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer Minister steigen ab April. Foto: AFP/Julien WarnandDie Gehälter von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrer Minister steigen ab April. Foto: AFP/Julien Warnand

Berlin. Die Gehälter von Angela Merkel und ihrer Ministerinnen und Minister ziehen an, die Zuwächse bei der Kanzlerin sind am größten. Auch ehemalige Bundespräsidenten wie Christian Wulff verdienen mehr Geld.

Eine ordentliche Gehaltserhöhung erhalten Kanzlerin Angela Merkel und ihre Minister ab April – ihre Bezüge steigen genau wie die von Bundesbeamten um mehr als drei Prozent. Das bestätigte ein Regierungssprecher gegenüber unserer Redaktion. Auch die Gehälter des Bundespräsidenten und die Pensionen seiner Vorgänger werden laut Bundespräsidialamt erhöht – um etwa 625 Euro. 

Einige Regierungsmitglieder könnten laut eines Bericht der "Bild"-Zeitung sogar von einer doppelten Gehaltserhöhung ausgehen. Sofern sie auch ein Bundestagsmandat besitzen, erhalten sich nicht nur ein höheres Amtsgehalt, sondern auch eine automatische Diätenerhöhung. Allerdings würden von der Kanzlerin, ihren Ministern und den Parlamentarischen Staatssekretären aufgrund ihrer Doppelfunktion die Bundestagsdiäten, je nach Höhe des Amtsgehalts, bis zur Hälfte gekürzt.

Minister mit Bundestagsmandat

In Merkels Kabinett sind neun Minister vertreten, die auch ein Mandat im Bundestag besitzen. Dazu gehören Heiko Maas (SPD, Auswärtiges), Peter Altmaier (CDU, Wirtschaft und Energie), Katarina Barley (SPD, Justiz und Verbraucherschutz), Hubertus Heil (SPD, Arbeit und Soziales), Ursula von der Leyen (CDU, Verteidigung), Jens Spahn (CDU, Gesundheit), Andreas Scheuer (CSU, Verkehr und digitale Infrastruktur), Anja Karliczek (CDU, Bildung und Forschung) und Gerd Müller (CSU, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). 

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und acht weitere Minister mit Bundestagsmandat erhalten künftig 21.460 Euro. Foto: dpa/Bernd von Jutrczenka

Laut Zahlen des Bundesinnenministeriums erhalten Bundesminister ab April ein monatliches Amtsgehalt von 15.035 Euro – ein Plus von 450 Euro im Vergleich zu März 2018. Hinzu käme ein üblicher Ortszuschlag in Höhe von 1.188 Euro (+ 36 Euro). Inwieweit sich diese Erhöhungen konkret auf die Bundeskanzlerin und auf die einzelnen Minister auswirken, hänge von den individuellen Verhältnissen der Betroffenen ab, teilt das Ministerium mit. 

Zusätzlich zu ihrem Amtsgehalt stocken die Minister mit Bundestagsmandat ihr monatliches Einkommen auch noch mit Diäten auf und verdienen dadurch mehr als ihre Kollegen ohne Stimmrecht im Bundestag. Als Minister weniger verdienen also Olaf Scholz (SPD, Finanzen), Horst Seehofer (CSU, Inneres), Julia Klöckner (CDU, Landwirtschaft), Franziska Giffey (SPD, Familien) und Svenja Schulze (SPD, Umwelt).   

Parlamentarische Staatsekretäre

Die 53 parlamentarischen Staatssekretäre bekommen ebenfalls mehr Geld. Sie können nach den Zahlen des Bundesinnenministerium künftig mit 11.267 Euro Amtsgehalt rechnen, im vergangenen Jahr verdienten sie rund 340 Euro weniger. Bekannte Namen in dieser Riege sind etwa Dorothee Bär (CSU, Digitales), Annette Widmann-Mauz (CDU, Integration) oder Peter Tauber (CDU, Verteidigung).

Dorothee Bär (CSU) ist Staatsministerin für Digitalisierung.

Kanzlerin Angela Merkel

Genau wie ihre Minister verdient Kanzlerin Merkel künftig mehr. Ihr Salär beträgt dann 18.794 Euro, statt wie bisher 18.230 Euro – eine Steigerung um etwa 560 Euro.

Bundespräsident und seine Vorgänger

Etwas höher als bei Merkel fällt die Gehaltserhöhung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier aus. Den aktuellen Hausherrn von Schloss Bellevue wie auch seine Vorgänger erreichen ab April 625 Euro zusätzlich im Monat. Diese Zahl bestätigte das Bundespräsidialamt auf Anfrage unserer Redaktion.

Ex-Bundespräsident Christian Wulff.

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