Hilfe bei der Pflegeheim-Suche Pflegebevollmächtigter lobt neuen Pflege-TÜV als Durchbruch

Der neue Pflege-TÜV soll bei der Suche nach dem richtigen Heim helfen.
Foto: Daniel Karmann/dpaDer neue Pflege-TÜV soll bei der Suche nach dem richtigen Heim helfen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Berlin. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, hat die Einigung auf einen neuen Pflege-TÜV als Durchbruch gelobt.

„Ab Frühjahr 2020 wird den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen ein wirklich aussagekräftiges Bewertungssystem zur Verfügung stehen. Es wird dann möglich sein, sich gut informiert für oder auch gegen eine Pflegeeinrichtung zu entscheiden“, sagte Westerfellhaus im Gespräch mit unserer Redaktion.  

Die Umsetzung der neuen Qualitätsprüfverfahren fordere zwar „eine große Kraftanstrengung und einen hohen Einsatz von den Mitarbeitern“, sagte der Pflegebevollmächtigte. „Ich bin mir aber sicher, dass das neue System bald auch zu einer besseren Arbeitszufriedenheit führen wird, da es das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement verändern wird.“ 

Lobt die Pflege-TÜV-Reform als Durchbruch: Der Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus imago/Reiner Zensen


Künftig werde nicht mehr bewertet, ob und wie etwa ein Konzept zur Dekubitusvermeidung aufgeschrieben werde, erläuterte er. „Jetzt zählt allein das Ergebnis, ob ein Pflegebedürftiger sich wundgelegen hat oder nicht. Das war überfällig“, sagte Westerfellhaus.

Der so genannte erweiterte Qualitätsausschuss, in dem Vertreter von Krankenkassen und Pflegeanbietern sitzen, hatte sich am Dienstagabend auf eine Reform des „Pflege-TÜV“ verständigt. Die kaum aussagekräftigen Gesamtnoten werden durch eine differenzierte Qualitätsdarstellung ersetzt. Ab dem 1. November soll nach dem neuen System geprüft werden. Im Frühjahr 2020 werden dann erste Ergebnisse veröffentlicht.


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