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Internationaler "Friday for Future" Liveblog zum Nachlesen: 300.000 Schüler bei Klima-Demos in Deutschland

Von dpa

Weltweit demonstrieren am Freitag in mehr als 1600 Städten Schüler und Studenten für den Klimaschutz, hier in Magdeburg. Foto: dpa/Klaus-Dietmar GabbertWeltweit demonstrieren am Freitag in mehr als 1600 Städten Schüler und Studenten für den Klimaschutz, hier in Magdeburg. Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Berlin. #FridaysForFuture-Schülerstreiks: Am Freitag sind weltweit Klima-Kundgebungen in mehr als 1500 Städten geplant. Wir berichten im Liveblog.

Ob Berlin, New York, Buenos Aires oder Kyoto: Am Freitag wollen weltweit Schüler streiken, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Allein in Deutschland sind rund 200 Proteste angesetzt – so viele wie in keinem anderen Land.


INTERNATIONALE SCHULSTREIKS #FRIDAYFORFUTURE

14. März 2019 16:38
Die Organisatoren von #FridaysForFuture wollen am 15. März so umfassende internationale Schulstreiks fürs Klima auf die Beine stellen wie noch nie. Alles Wissenswerte hier ab 9 Uhr im Liveblog.
An diesem Freitag wollen Schüler in mehr als tausend Städten für das Klima auf die Straßen gehen. Foto: imago/IPON/Stefan Boness
 
Lorena Dreusicke
15. März 2019 09:15

Den Auftakt machten am Morgen Tausende Schüler in Neuseeland. Allein dort waren gut 30 Demonstrationen geplant.

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dpa-live Desk
15. März 2019 09:27

In Neuseeland lautet das Motto "Strike 4 Climate" ("Streik fürs Klima"). Koordinatorin Sophie Handford (18) sagt der Deutschen Presse-Agentur: "Wir sind die, die diese Erde erben werden. Wir verdienen es, darüber mitreden zu dürfen, welche Art von Zukunft wir haben werden."

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dpa-live Desk
15. März 2019 09:29

Demonstriert wird auch vor dem Parlament in Wellington.


At #ss4cnz outside parliament in Wellington. Awesome turnout and some inspiring speeches from primary students to uni students. #futureleaders. Keep the pressure on the NZ govt to do more to tackle climate change.
Instagram | helen_b_seds
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dpa-live Desk
15. März 2019 09:31

Allerdings wurden die Proteste in dem Pazifikstaat von einem Angriff auf zwei Moscheen in der Stadt Christchurch überschattet. Bei der Gewalttat wurden mindestens 49 Menschen getötet.

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dpa-live Desk
15. März 2019 09:37

Auch in Vanuatu, einem Inselstaat im Südpazifik, machen Schüler mit! 



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dpa-live Desk
15. März 2019 09:48

Und auch in Deutschland sind Schüler - so wie hier in Göttingen - bereits auf den Straßen.





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dpa-live Desk
15. März 2019 09:56

Symbolfigur der Protestwelle ist die 16-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit vielen Wochen freitags für den Kampf gegen den Klimawandel demonstriert, statt zur Schule zu gehen. Sie ist inzwischen zu einer Ikone für Klimaschützer rund um die Welt geworden. "Schülerstreik Woche 30.", schreibt sie auf Twitter



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dpa-live Desk
15. März 2019 10:13

In rund 100 Ländern stehen heute Kundgebungen auf dem Programm. Die meisten Demos werden in Europa und Nordamerika erwartet. Hier ein Überblick: 

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dpa-live Desk
15. März 2019 10:23

Auch am Berliner Invalidenpark ist schon einiges los.

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dpa-live Desk
15. März 2019 10:25
Dass die Schüler den Unterricht für ihr politisches Engagement schwänzen, finden viele vor allem in der älteren Generation nicht gut. Dabei wären gerade sie für die Streiks verantwortlich, meinen die Aktivisten in Bayern:
Lorena Dreusicke
15. März 2019 10:29

Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew demonstrieren mehrere Dutzend vor allem junge Menschen mit Plakaten und teils in Tierkostümen für den Klimaschutz. Sie skandieren: "Streike, liebe, schütze das Klima" und forderten zunächst vor dem Energieministerium und anschließend vor dem Hauptregierungsgebäude einen Übergang zu 100 Prozent erneuerbarer Energie.


Foto: Andreas Stein, dpa
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15. März 2019 10:35

Die wachsende Bedrohung durch den Klimawandel bewegt auch die Jugendlichen in Hongkong.



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15. März 2019 10:38

Schüler in Japan sind auch am Start! Sie marschieren durch Tokio und fordern: Klima-Gerechtigkeit. Ein Teilnehmer trägt dazu ganz symbolisch eine Eisbär-Mütze.



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dpa-live Desk
15. März 2019 10:45

Im indischen Neu-Delhi kämpfen Schüler ebenso für mehr Klimaschutz. Sie fordern von der Regierung: "Stoppt Kohle".



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dpa-live Desk
15. März 2019 10:53

In Deutschland werden allein Tausende Schüler in der Hauptstadt erwartet, die für das Klima demonstrieren.

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15. März 2019 10:58

Generalprobe für die Plakate. Am Stuttgarter Rathaus beginnt der Protest offiziell in wenigen Minuten.

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15. März 2019 11:04

In Elmshorn in Schleswig-Holstein beteiligen sich mehrere hundert Schüler an der Demonstration.


Foto: Carsten Rehder, dpa

Foto: Carsten Rehder, dpa
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dpa-live Desk
15. März 2019 11:10

In Potsdam sind Schüler von "Fridays for Future" zu Gast bei Brandenburgs Landtagspräsidentin Britta Stark. Die Demo soll dort in knapp einer Stunde beginnen. .

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15. März 2019 11:17

Zahlreiche Schüler gehen auch in Köln auf die Straße.


Foto: Henning Kaiser, dpa
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dpa-live Desk
15. März 2019 11:26

In Deutschland ist Luisa Neubauer eine der Organisatorinnen der Bewegung "Fridays for Future". "Jede Woche schließen sich mehr Menschen an", sagt die 22 Jahre alte Studentin der Deutschen Presse-Agentur. "Jede Woche verändert sich auch so ein ganz bisschen die Zusammensetzung der Menschen. Das ist ganz wichtig. Wir jungen Menschen können nicht die Hausaufgaben einer ganzen Republik machen."


Foto: Michael Kappeler, dpa
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15. März 2019 11:33

Übrigens stellen sich auch Eltern mit "Parents for Future" an die Seite der Jugendlichen. Sie bitten unter anderem darum, auf Schulverweise oder andere disziplinarischen Maßnahmen zu verzichten, wenn Schüler für Proteste den Unterricht schwänzen.

Organisatorin Neubauer kennt die Probleme. "Auch ich bin schon durch einen Test gefallen und habe den nicht bestanden. Immer wieder bekommen junge Menschen Schuleinträge oder manchmal auch einen Tadel oder eine Sechs. Wir haben aber ein Team bei uns in der Bewegung, das sich um so was kümmert", erzählt die Studentin.

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15. März 2019 11:39

Rom: die Kaiserforen sind rappelvoll, die Stimmung ist gut. "Wir haben keinen anderen Planeten", skandieren die Demonstranten. Durch die ganze Stadt ziehen Schülergruppen in Richtung Kolosseum.

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15. März 2019 11:50

Die schwedische Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg bescheinigt den Regierungen weltweit zu wenig Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung. Anstatt zu handeln, vergeudeten Politiker allerorten Zeit, sagt die 16-Jährige am Freitag laut Medienberichten am Rande einer Demonstration vor dem Reichstag in Stockholm. "Es gibt so viel, was getan werden muss. Aber ein Anfang wäre, dass sie damit anfangen, zu sagen, wie es ist. Und was tatsächlich getan werden muss; wie sehr die Emissionen verringert werden müssen."

Während Thunberg ihr bekannt gewordenes Schild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) in der Hand hielt, war auf einem von anderen Demonstranten gehaltenen Banner zu lesen: "Ihr könnt das Klima nicht bestechen."


Foto: Maxim Thor, Bildbyran via ZUMA Press/dpa
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15. März 2019 11:55

In einem Gastbeitrag, der im britischen "Guardian" veröffentlicht wurde, schreibt Thunberg zusammen mit anderen jugendlichen Organisatoren der globalen Initiative "Fridays For Future": "Diese Bewegung musste kommen, wir hatten keine Wahl." Die jüngsten Wald- und Buschbrände in Schweden und den USA, Überschwemmungen und Dürreperioden in Australien und Deutschland sowie rapide schmelzende Gletscher hätten ihnen vor Augen geführt, dass "etwas sehr falsch läuft". Die Erderhitzung nennen sie die "größte Gefahr, der die Menschheit jemals gegenüber gestanden hat". 

Von den Erwachsenen erwarte die Bewegung nicht, dass sie der Jugend Hoffnung spende. "Wir wollen, dass ihr in Panik geratet und handelt. Wir wollen, dass ihr euch anschließt", heißt es in dem Beitrag. Konkret müsse schnell weltweit der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas organisiert werden, Subventionen für diese Art "schmutziger Energie" gehörten abgeschafft, stattdessen müsse viel mehr Geld in erneuerbare Energien fließen.  



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15. März 2019 12:01

Auch im Nachbarland von Greta Thunbergs schwedischer Heimat wird gestreikt. In Helsinki protestieren Tausende Schüler vor dem finnischen Parlament. 

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15. März 2019 12:12

Ein buntes Bild bietet sich in Düsseldorf: Hier wurde eine Pappmaché-Figur der schwedischen Klima-Aktivistin Greta Thunberg aus dem Rosenmontagszug reaktiviert.


Foto: Federico Gambarini, dpa
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15. März 2019 12:19

Weit mehr als zehntausend Schüler, Studierende und Unterstützer beteiligen sich allein in Nordrhein-Westfalen am Welt-Protesttag der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future". So nehmen in Köln trotz regnerischen und kalten Wetters rund 10.000 Menschen an dem Protestzug teil, wie die Polizei bestätigt. In Münster sind es laut Polizei rund 2300

In Bonn beteiligen sich nach Polizeiangaben rund 2500 Menschen an einer Demonstration. Auch in anderen Städten wie Wuppertal und Dortmund gehen Schüler auf die Straße.
Auf Plakaten in Köln heißt es unter anderem: "Opa, was ist ein Schneemann?" oder "Make the world green again" (Macht die Welt wieder grün). Auf mehreren Schildern geht es auch um den Erhalt des Hambacher Forstes und den Kohle-Stopp.

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15. März 2019 12:23

Derweil in Stuttgart.

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dpa-live Desk
15. März 2019 12:27

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt spricht mittlerweile Oberbürgermeister Fritz Kuhn zu den Schülern. "In meinem Arbeitszimmer kann man bei dem Sound, den ihr veranstaltet, eh nicht mehr arbeiten."

via dpa
dpa-live Desk
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