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27.02.2019, 17:40 Uhr KOMMENTAR

Bis zum Friedensnobelpreis ist es für Trump und Kim noch ein weiter Weg

Ein Kommentar von Thomas Ludwig


Lecker Essen ist die Basis allen Glücks: Kim Jong-Un und  Donald Trump beim gemeinsamen Abendessen  im Sofitel Legend Metropole Hanoi Hotel. Foto: Evan Vucci/AP/dpaLecker Essen ist die Basis allen Glücks: Kim Jong-Un und Donald Trump beim gemeinsamen Abendessen im Sofitel Legend Metropole Hanoi Hotel. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Osnabrück. Daheim in Washington machen dem US-Präsidenten die politischen Gegner und ein ehemaliger Vertrauter die Hölle heiß. Doch Donald Trump wäre nicht der, der er ist, setzte er dem nicht etwas entgegen.

Zufall oder nicht – just als ihn sein Exanwalt Cohen der Hochstapelei und des Betrugs an den Amerikanernbezichtigt, ist US-Präsident Donald Trump weit weg auf Spezialmission.

Trump möchte in die Geschichte eingehen als Präsident, der die Befriedung der koreanischen Halbinsel vorangebracht hat. Das Verlangen, eines Tages den Friedensnobelpreis in Händen zu halten, darf man dem US-Präsidenten getrost unterstellen. Es passte zu seinem Naturell. Think big – groß denken, das ist Trumps Prämisse, das Unmögliche möglich zu machen. Noch ist es im Falle Nordkoreas nicht so weit. 

Aber mit dem zweiten Präsidenten-Treffen in Hanoi hat Trump mehr erreicht, als seine Vorgänger. Trump hat die Spirale der Eskalation auf unkonventionelle Weise durchbrochen. Soviel Dialog mit Pjöngjang war nie.

Vereinbarungen dürften bereits im Vorfeld des Gipfels getroffen worden sein, um neben den schönen Bildern sicherzustellen, dass Trump auch daheim etwas vorweisen kann. Es wird nun darum gehen China, Russland, Japan und Südkorea alsbald einzubeziehen in den Fortgang der Gespräche. Dann könnte schlussendlich tatsächlich etwas dabei herauskommen, das einen Friedenspreis rechtfertigte.


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