Kampf gegen Lebensmittelverschwendung Vorbilder für Deutschland: Was machen andere Länder gegen Nahrungsabfälle?

Von dpa

Im reichen Deutschland enden tonnenweise Nahrungsmittel im Abfall. Was kann man gegen Lebensmittelverschwendung tun? Foto: imago/photothekIm reichen Deutschland enden tonnenweise Nahrungsmittel im Abfall. Was kann man gegen Lebensmittelverschwendung tun? Foto: imago/photothek

Berlin. Der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung soll auch in Deutschland verstärkt werden. Möglichkeiten dazu gibt es viele. Andere Länder machen es bereits vor.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) will den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung in Deutschland verstärken. Auch in anderen Ländern gibt es Ideen dafür. Drei Beispiele:

In Frankreich gilt seit 2016 ein Gesetz, das Verschwendung besonders im Handel eindämmen soll. Supermärkte mit einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern sind demnach verpflichtet, eine Partnerschaft mit einer Hilfsorganisation abzuschließen, die unverkaufte Lebensmittel abnimmt.

Auch in Tschechien sind Supermärkte verpflichtet, unverkaufte Lebensmittel an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Im vorigen Jahr wurden rund 4200 Tonnen Lebensmittel kostenlos an Bedürftige verteilt – etwa doppelt so viel wie vor Einführung der Abgabepflicht zu Jahresbeginn 2018. Das zeigen Zahlen der Lebensmittelbanken. Unter dem Motto "Rettet das Essen" gibt es zudem eine von der Regierung geförderte Informationskampagne. Bei regelmäßigen Veranstaltungen auf Plätzen und in Parks werden Reste-Gerichte gekocht.

In Rumänien gibt es seit 2016 eine "Lebensmittelbank"  eine private Initiative, die von Supermärkten Lebensmittel sammelt, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen, oder saisonbedingt nicht mehr verkauft werden wie Schoko-Weihnachtsmänner oder Osterhasen. Die Produkte gehen an karitative Vereine, die sie an Bedürftige verteilen. Bisher gibt es drei Sammelstellen für Lebensmittel: in Bukarest, Cluj (Siebenbürgen) und Roman (Provinz Moldau). 


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