Votum von Kartellamt begrüßt FDP-Chef nach Facebook-Entscheidung: Politik ist gefordert

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Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, begrüßt die Facebook-Entscheidung des Bundeskartellamts. Foto:dpaChristian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP, begrüßt die Facebook-Entscheidung des Bundeskartellamts. Foto:dpa

Osnabrück. FDP-Chef Christian Lindner hat die Entscheidung des Bundeskartellamts begrüßt, beim Datenzugriff im Fall Facebook „genau hinzusehen“.

In einem Gespräch mit unserer sagte Linder: „Im Digitalbereich wie auch sonst gilt: Eine Monopolstellung ist nie im Interesse der Verbraucher.“ Jetzt sei auch die Politik gefordert, um einerseits den Datenschutz durchzusetzen, andererseits aber auch Chancen für digitale Geschäftsmodelle zu eröffnen. 

Wegen seiner starken Position habe Facebook die Daten seiner Nutzer bis jetzt ohne ausdrückliche Einwilligung sammeln und zu seinen Gunsten gewinnbringend einsetzen können, beklagte Lindner. Insofern sei es von hoher Bedeutung, dass jetzt „ zum ersten Mal offiziell davon gesprochen wird , dass Facebook in Deutschland eine marktbeherrschende Position hat.“  

Das Bundeskartellamt will Facebook bei der Verarbeitung und Nutzung von Daten anderer Internetseiten einschränken. „Wir nehmen bei Facebook für die Zukunft eine Art innere Entflechtung bei den Daten vor", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, gestern  in Bonn zum Abschluss des sogenannten Facebook-Verfahrens. Das US-amerikanische Unternehmen dürfe „seine Nutzer künftig nicht mehr zwingen, einer faktisch grenzenlosen Sammlung und Zuordnung von Nicht-Facebook-Daten zu ihrem Nutzerkonto zuzustimmen", betonte der Chef der Wettbewerbsbehörde. Facebook kündigte an, juristisch gegen diese Auflagen vorzugehen. 


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