Brexit-Votum verärgert Industrie DIHK: "Mehr Verwirrung gestiftet" - Warnung vor Zugeständnissen

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Die deutsche Industrie hat mit Verärgerung auf die neue Brexit-Abstimmung im britischen Parlament reagiert. Symbolfoto: dpaDie deutsche Industrie hat mit Verärgerung auf die neue Brexit-Abstimmung im britischen Parlament reagiert. Symbolfoto: dpa

Berlin. Die deutsche Industrie hat mit Verärgerung auf die neue Brexit-Abstimmung im britischen Parlament reagiert.

Das Votum in London "hat leider nicht für Klarheit, sondern eher für mehr Verwirrung gesorgt", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, am Mittwoch im Gespräch mit unserer Redaktion. Knapp 60 Tage vor dem Austrittsdatum "wäre es aus Sicht der Wirtschaft allerhöchste Zeit, endlich eine Orientierung zu haben". Schweitzer rief die britische Regierung auf, "eine klare Position zum Brexit zu finden, damit ein No-Deal verhindert werden kann".

Das Parlament in London hatte Premierministerin Theresa May am Dienstagabend das Mandat erteilt, erneut mit der EU-Kommission über die Austrittsmodalitäten zu verhandeln. 

Sauer auf das britische Parlament: DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Foto: dpa

DIHK-Präsident Schweitzer warnte vor Zugeständnissen Brüssels. Bei den zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich sei eine wirtschaftlich enge Kooperation wichtig. "Wir müssen aber auch die Spielregeln des EU-Binnenmarktes einhalten. Dazu gehört die tägliche Mobilität von Gütern, Dienstleistungen, Menschen und Kapital." Der Binnenmarkt habe für die deutsche Wirtschaft Priorität. „Ein Rosinenpicken durch Großbritannien würde negative Auswirkungen für den Zusammenhalt der Europäischen Union haben", so Schweitzers Mahnung.


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