Ein Bild von Thomas Ludwig
29.01.2019, 17:51 Uhr zuletzt aktualisiert vor KOMMENTAR

Der US-Chinesische Wirtschaftskrieg ist in vollem Gange

Ein Kommentar von Thomas Ludwig


Erhebt massive Beschuldigungen gegen den chinesischen Konzern Huawei: Christopher Wray, Direktor der US-Bundespolizei FBI. Foto: Chip Somodevilla/Getty Images/AFPErhebt massive Beschuldigungen gegen den chinesischen Konzern Huawei: Christopher Wray, Direktor der US-Bundespolizei FBI. Foto: Chip Somodevilla/Getty Images/AFP

Osnabrück. Immer dann, wenn ausländische Konkurrenz der amerikanischen Wirtschaft zusetzt, führt die Politik Sicherheitsargumente ins Feld. Nun konfrontiert die Justiz Huawei mit der harten Realität der US-Gesetze.

Huawei errichtet eine besser vernetzte intelligente Welt – diesen Anspruch erhebt der weltweit größte Ausrüster für Telekommunikation für sich selbst. Für die USA ist diese aus Unternehmenssicht beste aller Welten aber die schlechteste – denn Huawei ist ein chinesischer Konzern, dessen Unabhängigkeit von der politischen Agenda Pekings durchaus zweifelhaft ist. 

Schon lange haben US-Behörden Huawei wegen Spionageverdachts auf dem Kieker. Nun konfrontiert die Justiz und konfrontiert Huawei mit der harten Realität der US-Gesetze. In Zeiten des andauernden Handelskrieges zwischen Washington und Peking ist das konsequent.

Huawei hat sich zu einem gefährlichen Konkurrenten für US-Unternehmen gemausert. Und nichts fürchten die Amerikaner mehr als lästige, weil ernstzunehmende Wettbewerber. Das zeugt vor allem von schwindendem Vertrauen in die eigene Stärke.

Die digitale Kommunikation mit ihrer kritischen Infrastruktur birgt enormes Potenzial, auf Politik und Gesellschaft einzuwirken. Wer hier die Nase vorn hat, baut seine Machtstellung in der Welt aus. Diesen Zusammenhang haben die USA inzwischen erkannt; nun wehren sie sich mit aller Kraft. Ob's langt? Kollateralschäden für die heimische Wirtschaft sind vorgezeichnet. 


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN