Umfrage der GEW Deutsche wollen, dass Staat mehr in digitale Bildung investiert

Inwieweit der Bund in die Digitalisierung von Schulen investiert, wird heute im Vermittlungsausschuss diskutiert. Foto: David EbenerInwieweit der Bund in die Digitalisierung von Schulen investiert, wird heute im Vermittlungsausschuss diskutiert. Foto: David Ebener

Osnabrück. Die meisten Deutschen wollen, dass der Staat stärker in Bildung investiert. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der GEW sind rund 90 Prozent der Deutschen dafür, dass Bund, Länder und Kommunen mehr Geld für Schulen ausgeben.

90,2 Prozent der Befragten wollen, dass Schüler besser auf das Leben in der digitalen Welt vorbereitet werden. „Das ist ein deutliches Signal an die Politiker, endlich ihre erbitterten Streitigkeiten zu beenden“, kritisierte die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft, Marlis Tepe. „Das Kooperationsverbot muss sofort weiter gelockert werden, damit die Gelder für den Digitalpakt fließen können. Politik hat schon viel zu viel Zeit verschwendet.“ Tepe forderte: „Die Länder müssen ihre Blockadehaltung aufgeben und sich bewegen. Schulen für die digitale Welt fit zu machen, ist eine Zukunftsaufgabe und längst überfällig. Um diese Herausforderung zu bewältigen, müssen Bund, Länder und Kommunen an einem Strang ziehen. Kirchturmpolitik ist der falsche Ansatz.“ Tepe machte deutlich, dass das Kooperationsverbot in der Bildung so schnell wie möglich komplett gestrichen werden müsse. Es habe bisher verhindert, dass der Bund Länder und Kommunen in der Bildung dauerhaft finanziell unterstützen kann. 

Heute konstituiert sich der Vermittlungsausschuss des Bundesrats, um eine Lösung im Konflikt zwischen Bund und Ländern über eine weitere Lockerung des Kooperationsverbots zu entwickeln. Hintergrund ist der Digitalpakt für Schulen. Dabei will der Bund unter bestimmten Voraussetzungen fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung investieren.


Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag der GEW zwischen dem 21. und dem 23. Januar 2019 5.000 Menschen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 Prozent.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN