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28.01.2019, 17:28 Uhr KOMMENTAR

Kampf gegen den Pflegenotstand: In den richtigen Händen

Ein Kommentar von Tobias Schmidt


Gemeinsam gegen den Pflegen-Notstand: Gesundheitsminister Jens Spahn (rechts), Familien- und Seniorenministerin Franziska Giffey, Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil
Florian Gaertner/photothek.netGemeinsam gegen den Pflegen-Notstand: Gesundheitsminister Jens Spahn (rechts), Familien- und Seniorenministerin Franziska Giffey, Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil Florian Gaertner/photothek.net

Berlin. Gemeinsam für die gute Sache: Würden alle Groko-Minister so gut zusammenarbeiten wie Franziska Giffey (Familie und Senioren), Jens Spahn (Gesundheit) und Hubertus Heil (Arbeit und Soziales), müsste das Ansehen der Regierung besser sein als es ist.

 Ohne Kompetenzgerangel stemmen sich die drei Schulter an Schulter gegen den Pflege-Notstand und scheuen nicht davor zurück, sich selbst gehörig unter Druck zu setzen.

Spahn war mit dem mutigen Versprechen vorgeprescht, 13 000 neue Pflegekräfte einzustellen. Giffey gibt jetzt das Ziel vor, für zehn Prozent mehr Azubis zu sorgen. Und Heil will im Sommer seinen Masterplan für eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte vorlegen.

Bei den Ankündigungen wird es nicht bleiben dürfen. Die drei müssen liefern. Aber der Eindruck erhärtet sich, dass die Mega-Herausforderung, den Pflegenotstand zu beseitigen, in den richtigen Händen liegt. Das zeigt auch die Ernsthaftigkeit, mit der sie dem Beruf zu mehr Anerkennung verhelfen wollen.

Um die Situation dauerhaft zu entspannen, stehen die entscheidenden Weichenstellungen indes aus: Personalschlüssel, die befriedigende Arbeitsbedingungen garantieren. Und eine Bezahlung, die sicherstellt, dass ausreichend Menschen den Beruf ergreifen und dauerhaft ausüben wollen.


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