Für mehr Klimaschutz Bericht: Regierungskommission schlägt Tempolimit von 130 vor

Von dpa und Christopher Chirvi

Nicht nur Umweltverbände und Kirche fordern ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Foto: dpa/Patrick SeegerNicht nur Umweltverbände und Kirche fordern ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Foto: dpa/Patrick Seeger

Berlin. Wie der "Spiegel" berichtet, will die Arbeitsgruppe zum Klimaschutz innerhalb der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" ein Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde und höhere Steuern auf Diesel vorschlagen. Laut Regierungskommission sei das aber nur ein erster Vorschlag. Erst vor kurzem hatte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland angekündigt, eine Petition zu dem Thema zu starten.

Für mehr Klimaschutz im Verkehr spricht eine Regierungskommission über Vorschläge wie Tempolimits auf Autobahnen, höhere Dieselsteuern und eine Quote für Elektroautos. Es handelt sich allerdings um einen ersten Vorschlag, "mit dem in keiner Weise Vorfestlegungen verbunden sind", wie es in dem Papier von Anfang Dezember heißt. Er diene nur als "erste Orientierung", wie der Verkehr sein Ziel für das Einsparen von Kohlendioxid (CO2) bis 2030 schaffen könnte. Die Wirkung weiterer Maßnahmenbündel werde berechnet. 

Evangelische Kirche plant Petition für Tempolimit

Erst vor wenigen Tagen hatte die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) angekündigt, im März eine Petition zu dem Thema zu starten. Der Einsatz dafür sei auch ein "Bekenntnis zur Schöpfung", hatte EMK-Landesbischöfin Ilse Junkermann gesagt.

Weiterlesen: Evangelische Kirche fordert Tempolimit auf Autobahnen

Der "Spiegel" berichtet nun, die Arbeitsgruppe zum Klimaschutz innerhalb der "Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität" wolle ein Tempolimit von 130 Kilometer pro Stunde und höhere Steuern auf Diesel vorschlagen. "Die angeführten Maßnahmen stammen aus einem Arbeitspapier aus dem Dezember und sind völlig zusammenhanglos und plakativ herausgezogen worden", hieß dazu am Freitag aus der Kommission. Das Papier liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Hintergrund sind die Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung

Die Arbeitsgruppe hatte ursprünglich schon bis Ende 2018 Vorschläge vorlegen wollen, nun soll ein Konzept bis Ende März stehen. Hintergrund sind Klimaschutz-Ziele der Bundesregierung bis 2030 für die einzelnen Sektoren wie Energiewirtschaft, Gebäude und Verkehr. Der CO2-Ausstoß im Verkehr ist in den vergangenen Jahren nicht gesunken.

In der Kommission sitzen Vertreter ganz unterschiedlicher Interessen, darunter IG Metall, ADAC, Industrieverband BDI, Volkswagen, Deutsche Bahn, Städtetag und Umweltverbände wie Nabu und BUND. In den Beratungen geht es auch um soziale Aspekte - etwa darum, untere und mittlere Einkommen im Schnitt nicht höher zu belasten.


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