Verbindungen zum IS Terrorverdacht: Ägypten weist 18-jährigen Deutschen aus

Von dpa

Trauergäste nach einem Angriff auf einen Pilger-Bus in Ägypten im vergangenen November. Foto: dpa/Gehad HamdyTrauergäste nach einem Angriff auf einen Pilger-Bus in Ägypten im vergangenen November. Foto: dpa/Gehad Hamdy

Kairo. Ägypten hat einen 18-Jährigen aus Gießen nach Deutschland abgeschoben. Der junge Mann soll Verbindungen zu IS-Mitgliedern gehabt haben und galt zeitweise als verschwunden.

Ägypten hat einen 18-Jährigen aus Gießen wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Islamisten abgeschoben. Die staatlich gelenkte Zeitung "Al-Ahram" veröffentlichte am Montag Fotos des jungen Mannes bei der Sicherheitskontrolle und am Check-in am Flughafen Kairo. Dem Bericht zufolge soll eine Befragung der ägyptischen Behörden gezeigt haben, dass der junge Mann an die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) glaube.

Mann galt als verschwunden

Demnach habe er Online-Verbindungen zu IS-Mitgliedern und sei nach Ägypten gekommen, um sich terroristischen Elementen im Norden der Sinai-Halbinsel anzuschließen, heißt es in dem Bericht weiter. Der 18-Jährige galt seit Mitte Dezember zunächst als verschwunden, als er über Luxor in das nordafrikanische Land einreisen wollte. Erst vergangene Woche hatte das Auswärtige Amt bestätigt, dass sich der Mann in Gewahrsam der ägyptischen Behörden befindet. 

Weiterlesen: Sicherheitskreise – In Ägypten gefasste Deutsche wollten sich IS anschließen

Bereits in der vergangenen Woche war ein 23-Jähriger aus Göttingen, der kurz nach Weihnachten bei der Einreise am Flughafen Kairo festgenommen worden war, mit einer ähnlichen Begründung abgeschoben worden. 


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