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Ermittlungen gegen Bremer Parteichef AfD bestreitet Untreue-Vorwürfe gegen Frank Magnitz

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Die Immunität von Frank Magnitz wurde nach Angaben des Bremer AfD-Chefs aufgehoben. Foto: dpa/Fabian SommerDie Immunität von Frank Magnitz wurde nach Angaben des Bremer AfD-Chefs aufgehoben. Foto: dpa/Fabian Sommer

Bremen. Der Bremer AfD-Chef Frank Magnitz steht derzeit wegen eines Angriffs im Fokus der Öffentlichkeit. Nun wird bekannt: Gegen den Bundestagsabgeordneten wird wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Seine Immunität sei bereits im Dezember aufgehoben worden, sagte Magnitz "Radio Bremen".

Der Bundestagsabgeordnete und AfD-Landeschef von Bremen, Frank Magnitz, steht im Mittelpunkt von Ermittlungen. Er soll Parteigelder veruntreut haben. Magnitz bestreitet das jedoch. "Radio Bremen" sagte er, seine Immunität sei bereits kurz vor Weihnachten aufgehoben worden. 

Die Bremer AfD wies Untreue-Vorwurf gegen ihren Landesvorsitzenden am Sonnabend zurück. Der Vorwurf aufgrund der Anzeige eines ehemaligen AfD-Schatzmeisters sei haltlos, hieß es am Samstag in einer Pressemitteilung auf der Facebook-Seite der AfD.

Auslöser für das Verfahren sei eine Strafanzeige aus dem Dezember vergangenen Jahres, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, am Freitag. Inhaltlich gehe es um Parteigelder, sagte er, ohne weitere Details zu nennen. Die Staatsanwaltschaft habe den Bundestag über die Ermittlungen gegen Magnitz informiert. Innerhalb der Frist von 48 Stunden habe das Parlament die Immunität des Abgeordneten nicht wieder hergestellt, erläuterte Passade.

Magnitz sagte gegenüber "Radio Bremen", ihm werde vorgeworfen, zwei private Überweisungen mit Parteigeldern getätigt zu haben. Laut Magnitz waren die Überweisungen jedoch Ausgaben für die Partei. Dies habe er sich auch bescheinigen lassen. 

Stecken Gegner aus eigenen Reihen dahinter?

Magnitz vermutet hinter der Anzeige Gegner in den Reihen der Bremer AfD, die damit erreichen wollten, dass seine Immunität aufgehoben wird. "An den Vorwürfen ist nichts dran", so Magnitz.

Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in der Bremer Innenstadt von einem Mann angesprungen worden, der zu einer Gruppe von drei Männern gehörte. Dabei verletzte sich der 66-Jährige schwer. Er selbst sprach später von einem "Mordanschlag". Die Polizei fahndet öffentlich mit einem Video nach drei Männern.

(Mit dpa)


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